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Alle Blogbeiträge

Insulinertreffen 2019 – Arbeitsgruppe: CGM-Systeme

CGM-Systeme

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verwenden (im folgenden gemeinsam als TN bezeichnet) – soweit CGM in Gebrauch ist – die Systeme Medtronic, Dexcom, Eversense und Freestyle (siehe zu FSL den Bericht vom eigenen Arbeitskreis).

Dexcom:

  • Genehmigung: Die Anforderungen an die Bewilligung waren unterschiedlich waren:  Während für die Genehmigung des G5 meist die Vorlage eines Diebetiker-Tagebuchs erforderlich war, wurde der anschließende Wechsel auf das neuere G6 in der Regel un­problematisch genehmigt.
  • Modelle: Derzeit ausgegeben wird noch der Dexcom G6.
  • Laufzeit: 10 Tage
  • Kalibrierung; In der Regel wird eine Kalibrierung nicht empfohlen; es sei denn, die Abweichung zwischen realen Werten und Sensorwerten beträgt 30% oder mehr. Ansonsten kann laut Support die Kalibrierung den Sensor durcheinanderbringen.
  • Probleme macht gelegentlich, dass der akustische untere – 55er – Alarm nur durch Tastendruck zu beenden, aber nicht komplett abschaltbar ist.

Eversense:

  • Besonderheit: Der Sensor wird operativ eingesetzt und alle 6 Monate ausgetauscht. Nur der Transmitter wird – derzeit erfahrungsgemäß ca. alle 2 Tage – aufgeladen und wieder mit Pflaster angeklebt.
  • Kalibrierung: 2x täglich erforderlich, aber sie kann auch durch Bestätigung des vom System vorgeschlagenen BZ-Wertes erfolgen.  (M.E:  Das geht ja bei der Medtronic 640G  auch durch die manuelle Eingabe eines Wertes notfalls ähnlich, ist aber i.d.R. nicht hilfreich, da bestehende Ungenauigkeiten bleiben).
  • Pflasterprobleme: nicht bekannt

Medtronic:

  • Modelle: Derzeit bei den TN vorhanden ist das Modell 640G (= Pumpe) mit Sensorsystem Guardian G2. Die Ausgabe des G2 ist aber ausgelaufen. Das neuere Modell G3 hat noch keiner der TN in Anwendung, da auch i.d.R. erst die alten G2-Sensoren des Nutzers verbraucht werden sollen. Unterschied G3 ggü. G2 ist eine andere Laufzeit (7 statt 6 Tagen) und nach Angaben des Herstellers grundsätzlich auch eine größere Genauigkeit des G3.
  • Antragsverfahren: Meist müssen Diabetiker-Tagebuch-Aufzeichnungen über 4-6 Wochen vorgelegt werden, die vereinzelt auch sehr genau geprüft werden.
  • Problem Genauigkeit:
    • Bei G2 gibt es nur sehr vereinzelt erhebliche Abweichungen zwischen Blutzuckerwerten und von der Pumpe angezeigten Werten (niedrig gegen hoch). Gewisse Abweichungen ergeben sich bei schwankenden Werten schon daraus, dass der der Gewebeflüssigkeit entnommene Wert ggü. dem BZ-Wert systembedingt ca. 15 Min. zeitverzögert ist.
    • Sehr große Abweichungen können sich dann ergeben, wenn es nach Unterzuckerung eine Gegenregulation des Körpers gibt und die Pumpe noch den Unterzuckerungs­wert anzeigt, das Messgerät aber den durch die Gegenregulation kurzzeitig hoch­geschos­senen aktuellen BZ-Wert. Oft sind die Anzeigen später wieder realistisch.
    • (Tritt dies häufiger auf, stellt sich nach meiner Ansicht  die Frage, ob der untere Ab­schaltwert der Pumpe generell oder in bestimmten Situationen wie z.B. beim Sport angehoben werden soll, um die Unterzuckerungen zu vermeiden.)
    • Bei G3 soll die Genauigkeit am ersten Tag ein großes Problem sein.
  • Problem Pflasterallergie: Probleme gibt es vereinzelt beim Klebepflaster des Sensors. Hiergegen wird empfohlen, entweder a) auf die vorherige Verwendung eines Desinfektionsmittels (nach normaler Körperreinigung) zu verzichten oder b) vor dem Setzen des Sensors das Desinfektionsmittel vollständig abtrocknen zu lassen (letzteres empfiehlt sich m.E. immer, d.h. auch beim Setzen der Nadel, um die maximale Wirkung der Desinfektion zu erzielen). M.E. kann es – z.B. bei nachhaltiger sportlicher Betätigung im Sommer – empfehlenswert sein, mit der Nagelschere im Sensorpflaster unterhalb des Sensors ein paar Luftlöcher anzubringen.

Ausblicke:

  • Bei neuen Systemen (z.B. bei der Medtronic 670G) werden erhebliche Fortschritte in Richtung LOOP erwartet, d.h. die Insulinsteuerung könnte über eine reine Abschaltfunktion bei Unterzuckerung hinausgehen.

Karl

Insulinertreffen 2019 – Arbeitsgruppe: Depression

Depression

  • Tageslichtlampe kann hilfreich sein, denn sie imitiert das Sonnenlicht.
  • Zettel z.B. an einen Spiegel hängen und positive Gedanken darauf schreiben, um das Unterbewusstsein zu beeinflussen (Präventivmaßnahme)
  • Eine Depression kann von innen (= genetisch, es fehlen Botenstoffe) oder von außen (z.B. Nachricht von einer schlimmen Erkrankung) kommen.
  • Fatigue-Syndrom = chronische Müdigkeit
  • Frühkindlicher Diabetes kann schon der Anfang einer Depression sein: Man will die Eltern nicht durch Therapiefehler enttäuschen und man muss immer stark sein. Das kostet viel Kraft; mal richtig losheulen baut Druck ab.
  • Vitamin D-Spiegel überprüfen lassen

Cordula

Insulinertreffen 2019 – Pilzwanderung

Pilzwanderung Insulinertreffen Helmstedt 2019 – (C) beim Autor des Beitrags

Bei unserem kleinen Waldspaziergang  haben wir folgende Pilze entdeckt:
Die Wiesenchampignons standen direkt auf der Wiese zu den Häusern Berlin und Weimar. Dann sahen wir im Wald zuerst die Tintlinge, jung schmecken sie sehr gut. Der Tintling ist aber ein empfindlicher Pilz, der leicht anfängt zu blauen. Wenn dieser Pilz etwas älter wird, sieht es aus, als ob Tinte heraus läuft; dieser Pilzsaft ist früher auch als Tinte benutzt worden. Dann haben wir kleine weiße Flaschenboviste entdeckt. Wie jeder Pilz sind sie nur im jungen Zustand gut verträglich, denn dann sind sie noch fest und rein weiß. Wenn sie älter werden, sind sie weich und man kann den Pilz eindrücken. Wenn man den Flaschenbovist anschneidet und er von innen dunkel ist, heißt es wegwerfen. Als letztes haben wir noch einen schönen großen Parasol entdeckt. Dieser Pilz schmeckt sehr gut , wenn der Pilzhut wie ein Schnitzel in der Pfanne gebraten wird.

Petra

Insulinertreffen 2019 – Arbeitsgruppe: Insuline Fiasp, Humalog und Tresiba

Insuline Fiasp, Humalog und Tresiba

An der Gruppe haben ca. 25 Insuliner teilgenommen. Im Vordergrund stand der Vergleich zwischen Fiasp und Humalog sowie die Nutzung des Tresiba als Basalinsulin unter ICT.

Die anwesenden Insuliner, die bereits von Humalog auf Fiasp gewechselt hatten, waren einstimmig der Ansicht, dass Fiasp schneller anflutet als Humalog. Alle Fiasp-Nutzer stellten allerdings auch wiederum einstimmig fest, dass Fiasp im Vergleich mit Humalog im Gegensatz zu den Versprechungen des Herstellers nicht kürzer wirkt.

Einige Anwender hatten testweise ihre Pumpen mit Fiasp statt mit Humalog gefüllt. Etwa die Hälfte hat gute Erfahrungen damit gemacht, etwa die Hälfte konnte keine Veränderung feststellen..

Zwei der anwesenden ICT-Insuliner haben ihr bisher verwendetes Basalinsulin (einmal Insuman Basal, einmal Toujeo) auf Tresiba umgestellt. Beide berichten vor allem nachts von einem deutlich besser verlaufenden BZ ohne Hypoglykämien bei gleichzeitg besseren Nüchternwerten. Als weiterer Vorteil wurde die lange Wirkdauer des Tresiba genannt. Hierdurch entstehen Überlappungen im Wirkungsverlauf, die dazu führen, dass Tresiba nicht unbedingt zwingend zur gleichen Uhrzeit injiziert werden muss. Als Nachteil wurde genannt, dass bei sehr ausdauernder sportlicher Tätigkeit (z.B. Fahrradtour) eine Absenkung des Basalinsulins aufgrund der langen Wirkdauer nicht zielführend ist. In diesem Fall kann nur dagegen angegessen werden.

Frank

Insulinertreffen 2019 – Arbeitsgruppe: Eisenmangel und falscher HB1C

Eisenmangel und falscher HB1C

Letzte Zeit habe ich durch Vergleiche von meinem guten HB1C von 6,6 mit den Durchschnittswerten von meinem CGM Systen festgestellt, dass der HB1C eher 7,7 sein müsste. Ich weiß seit einigen Jahren, dass ich immer wieder eine Eisenmangel habe, meine HB, Ferrit Werte und die Erythrozyten sind zu niedrig.

Verschiedene Studien zu diesem Thema sagen, dass Menschen mit einem Eisenmagel falsch zu hohe HB1C Werte haben, während andere davon sprechen, dass Menschen mit einer Anämie falsch zu niedrige HB1C Werte haben. Die Begründung bei den zu hohen Werten ist, dass bei einem Eisenmangel und einer Eisenmangelanämie die Lebenszeit der roten Blutkörperchen verlängert wird. Während die andere Theorie meint, bei Typ2 Diabetikern festzustellen, dass der HB1C falsch zu niedrig ist, weil die roten Blutkörperchen durch die Verzuckerung zu früh absterben, also nicht 3 Monate alt werden und das wiederum zu einem Eisenmangel führen kann.

Meine Ärzte kontrollieren seit Jahren immer wieder meinen Darm auf Blutverlust. Ein Eisenmagel kann auf einen Blutverlust hindeuten, einen Tumor im Darm oder einen Morbus Crohn. Ein Eisenmangel kann auch auf Nierenprobleme hinweisen, weil nicht genügend neue rote Blutkörperchen erzeugt werden. Als Diabetiker sollten wir bei einem Eisenmangel die Nierenwerte im Auge behalten. Bei einem Eisenmangel sollte man auch das Herz im Auge behalten. Eisenmangel ist eine der häufigsten Ursachen für eine Herzinsuffzienz.

Petra

Insulinertreffen 2019 – Arbeitsgruppe: Hypertonie

Hypertonie

In der Gesprächsrunde habe ich über die Behandlungsmöglichkeit mit einem Barorezeptorstimulator für eine schwere therapierefraktäre arterielle Hypertonie berichtet. Wichtig waren mir folgende Punkte:

Diese Behandlung erfordert eine OP, bei der der Stimulator an der Halsschlagader am Carotisbogen, wo sich die Barorezeptoren befinden, befestigt wird und der Impulsgeber unterhalb des Schlüsselbeines, dort wo sich auch ein Herzschrittmacher befinden kann, implantiert wird.

Um zu so einer Behandlung zu kommen, muss der Blutdruck mit mindestens 3 verschiedenen Antihypertensiva und einem Diuretikum behandelt werden und keine ausreichende Wirkung erzielt haben. Ich habe berichtet, dass ich vor meiner Implantation elf verschiedene blutdrucksenkende Medikamente, einschließlich eines Ausnahmemedikaments, einnahm, ohne eine ausreichende Drucksenkung zu erreichen.

Bei den meisten Menschen, bei denen der Blutdruck mit einem Barorezeptorstimulator gesenkt wird, kann eine Blutdrucksenkung von 30 mmHg erreicht werden. Bei ca. 25% funktioniert das aber nicht.

Nach der Implantation sind vierteljährliche Kontrollen und Optimierungen der Einstellung erforderlich. Der Impulsgeber muss ca. alle 3 Jahre durch eine OP getauscht werden.

Bei mir funktioniert diese Behandlung gut. Ich konnte schon einige Medikamente absetzen oder reduzieren. Meine Lebensqualität hat sich wesentlich gebessert.

Michael

Eindrücke von der Sommerfreizeit 2019 Westgroßefehn

(*) Copyright Ronald Volkmann

Wohngemeinschaft für Typ-1-Diabetiker und deren Partner

Für die Verwirklichung unserer Wohngemeinschaft für Typ-1-Diabetiker und deren Partner suchen wir weitere künftige Mitbewohner. Um uns näher kennenzulernen und weiter zu planen, treffen wir uns am 26. Oktober, 30. November und am 28. Dezember 2019 und freuen uns auf Anmeldungen. In dieser WG wollen wir uns bei der individuellen Diabetestherapie gegenseitig unterstützen. Das bedeutet, dass wir die lebensnotwendige Insulintherapie, die Beachtung einiger Ernährungs- und Bewegungsregeln und die Auswirkung zusätzlicher Medikamente nicht täglich neu erklären und durchsetzen müssen, aber auch mit Notfallsituationen umzugehen wissen. Im gegenseitigen Vertrauen wollen wir einen beruhigenden Rahmen für das Älterwerden mit den Anforderungen des Diabetes schaffen. Natürlich werden wir die ganz persönlichen handwerklichen, künstlerischen, hauswirtschaftlichen und sportlichen Fähigkeiten ebenso gut pflegen. Und bei Bedarf werden wir kompetentes, speziell ausgebildetes Personal engagieren. Bis zum nächsten Treffen klären wir, wo wir die Wohngemeinschaft für Typ-1-Diabetiker mit unseren Partnern verwirklichen können.

Auf Ihre Anmeldung freuen sich:

Sissi Kuhn-Prinz, 0171 37 35 990 , sissi.kp(at)outlook.de

Heiner Schultes, 022 56 14 14, heiner.schultes(at)web.de

Mein dritter Eversense Sensor…

… lebt noch, wir sind jetzt bei Tag 111 angekommen, so lange hat noch keiner gehalten. Allerdings habe ich eine Urlaubserfahrung gemacht. Ich war für drei Wochen in Indien, an meinen 2. Tag bin ich für 15 Minuten in den Swimmingpool gegangen, mit dem Transmitter. Laut Bedienungsanleitung ist das System bis max. 30 Minuten und einer Wassertiefe von 1 Meter geeignet. Mein Transmitter war es nicht, ich habe ihn ersäuft und trotz 2 Wochen Reisbad (zum Trocknen) ging er nicht mehr. Gott sei Dank hatte ich ausreichend Messstäbchen dabei. Zurück in Deutschland habe ich den Transmitter reklamiert und ohne Probleme ersetzt bekommen.

Petra

Abbott ersetzt Sensor nach MRT-Untersuchung

Aufgrund einer plötzlich nötigen und daher im Voraus nicht planbaren MRT-Untersuchung musste ich meinen FreeStyleLibre Sensor (FSL), der noch neun Tage Restlaufzeit hatte, entfernen. Zu meiner großen Überraschung sagte mir die radiologische Assistentin, ich könne bei Abbott anrufen und um Ersatz bitten. Ich war erstaunt, dass sie die Firma überhaupt kannte. Tatsächlich stellte sich bei dem Telefongespräch mit der Firma Abbott heraus, dass ein Sensor ersetzt wird, sofern die MRT-Untersuchung nicht planbar ist, sondern adhoc passieren muss. Ich bin um Rücksendung des entfernten Sensors gebeten worden. Dies war mir nicht möglich, da ich ihn im Krankenhaus in den Mülleimer geworfen hatte. Ich empfehle daher, den entfernten Sensor aufzubewahren und zurück zu senden.
Ersatzweise kann man die Seriennummer des weggeworfenen Sensors im Lesegerät nachsehen und bei Abbott angeben.

Frank

Insuman Rapid U40 eingestellt

Da meine Versandapotheke mich informierte, dass Insuman Rapid 40I.E/ml vorübergehend nicht lieferbar sei, wurde ich misstrauisch. So habe ich mich durch die Sanovis Hotline gewartet. Ergebnis: Die Herstellung des Insulins Insuman Rapid 40I.E/ml ist eingestellt. Begründung: Die Verwechslungsgefahr mit U100.

Das war es dann wohl mit U40 Insulin oder kennt jemand noch einen Weg, dieses besorgen zu können?

Rainer, senor123(at)web.de

APP für Smartphones für das FreestyleLibre 2 (FSL 2) ist da

Ich habe gestern zufällig auf der Homepage vom FreestyleLibre gesehen, dass inzwischen die APP für Smartphones für das FSL 2 freigegeben ist:

Ich hatte mich schon gewundert, dass meine APP ein automatisches Update bekommen hatte und die Anzeige danach geringfügig aufgepeppt war, obwohl ich noch nicht auf FSL 2 umgestiegen bin. Jetzt bin ich mal gespannt, ob ich bei der nächsten Lieferung, die Anfang/Mitte Mai kommen müsste, automatisch auf FSL 2 umgestellt werde, so wie es auf der Homepage angekündigt wird.

Außerdem gibt es eine aktualisierte Liste – Stand 1.4.2019 – als pdf zum Download über alle Krankenkassen, die die Kosten für FSL und FSL 2 übernehmen:

Ein regelmäßiger Blick auf die Seite lohnt sich also.

Rita

Anpassung der Insulindosis bei Cortison

Ich habe einen Link für die Anpassung der Insulindosis bei Cortison nach dem Regelwerk
von Dr. med. Bernhard Teupe, Bad Mergentheim entdeckt:
http://www.alexeberth.bplaced.net/wordpress/insulindosisanpassung-bei-cortison/
Die App auf der Webseite berechnet, wieviel Insulin man je nach Cortisonmedikament und
Menge zusätzlich spritzen muss.

Petra

Rechtlicher Hinweis: Wir bitten alle Informationen, die zu Therapieänderungen führen könnten, zunächst mit dem jeweiligen Behandler abzusprechen. Für entstehende Schäden – gesundheitlicher oder sonstiger Art – übernehmen wir keine Haftung! (s. auch Impressum)

Neria Katheter

Als langjährige Neria-Katheter-Nutzerin bin ich entrüstet darüber, dass nun die Katheter (Stahl, nicht abkoppelbar) nicht mehr klar und durchsichtig, sondern matt und nahezu undurchsichtig sind!

Wie kann dieses sein?
Luftblasen sind beim Befüllen mit Insulin kaum noch sichtbar! Bei schon wenigen Millimetern Luftblasen bedeutet dieses einen Insulinmangel. Die kontinuierliche Insulinzufuhr ist somit nicht mehr gewährleistet und führt zu schweren Stoffwechselentgleisungen!

Wie kann der Katheter derart verändert werden, ohne dass z. B. Großhändler – bei mir z. B. Diashop – nicht über die Veränderungen informiert wurden?

Für mich als Typ1-Diabetikerin ist dieses, sollte es nicht kurzfristig wieder geändert werden, leider ein Grund, mich von „meinem“ Katheter zu verabschieden. Mir ist meine stabile Stoffwechsellage wichtig.

Bei meiner vorletzten Lieferung des Quartalsbedarfs an Kathetern war eine Packung des matten Katheters dabei – das habe ich als Fehlproduktion angesehen. Bei meiner jetzigen Lieferung fiel es mir dann auf, dass ALLE Katheter nun nicht mehr durchsichtig sind. Ärgerlich auch für meine Krankenkasse!

Birgit

Blutzuckerprofil von einem Nichtdiabetiker

Wer schon immer mal wissen wollte, wie denn eigentlich die Blutzuckerwerte bei einem Nichtdiabetiker verlaufen und wie die daraus entstehenden Tagesmuster dann aussehen, für den habe ich eine passende PDF-Datei angefertigt. Wie ist es dazu gekommen? Obwohl ich noch vier FreeStyle Libre Sensoren (FSL) zur Verfügung hatte, wurde ich bereits vor einigen Wochen zu meiner großen Überraschung von Abbott mit den FreeStyle Libre 2 Sensoren (FSL2) beliefert. Zeitgleich kam auch eine Mail, dass die Kostenübernahme mit meiner Krankenkasse (DAK) geklärt sei. Ich habe mittlerweile den FSL2 im aktiven Einsatz und bin restlos begeistert, insbesondere die Warnmeldungen in der Nacht sind einfach nur himmlisch. Was also tun mit den alten FSL? Zunächst war mein Plan, sie einfach aufzubrauchen. Der Vorteil des FSL2 durch die Alarme ist aber so dermaßen riesig, dass ich die restlichen FSL erst im Urlaub im Sommer benutzen werde.

Nun hat meine Frau schon seit längerer Zeit Angst vor Diabetes Typ 2. Diese latente Angst wird hervorgerufen zum einen durch leichtes Übergewicht, zum anderen durch genetische Vorbelastung durch den Typ 2 ihrer eigenen Mutter. Also habe ich kurzerhand einen der alten FSL an ihren Arm gesteckt, und herausgekommen ist die in der PDF-Datei ersichtliche Kurve. Ich war sehr überrascht über die niedrigen Werte. Wir haben aber tatsächlich alles ausprobiert – von Saft über Gummibärchen über Lakritz bis Eis eigentlich alles, was sonst bei uns Süßen schnell geht – und wie man sieht, ist davon nichts zu merken. Sehr interessant fand ich auch die Absenkung zwischen 02:00 und 06:00 Uhr. Die 16 Ereignisse mit niedrigem Glukosewert resultieren übrigens aus den von mir unverändert übernommenen Zieleinstellungen 70-140 mg/dl. Offensichtlich regelt der gesunde Körper zumindest nachts bis auf 50 mg/dl herunter, ohne dass er damit Hypo-Symptome erzeugt. Vielleicht sollte man in diesem Zusammenhang nochmal die unteren Zielwerte neu bewerten. Der Glukosedurchschnitt von 84 mg/dl würde übrigens rechnerisch nach Formel einen HBA1c von 5,1% ergeben und nicht 4,6%. Das deckt sich auch mit meiner Erfahrung, dass der HBA1c beim Arzt immer 0,5% höher als der vom FSL errechnete ist.

Frank

Ergänzung der Redaktion:
Der Gesunde hat bei einem so niedrigen Blutzucker unter 60 mg/dl kein Insulin mehr im Blut bzw. kann seinen Insulinspiegel in kürzester Zeit auf Null senken. Ohne Insulin im Blut fängt die Leber an, Zucker im Blut frei zu setzen. Dann steigt der Blutzucker wieder und es wird auch wieder Insulin ausgeschüttet. So kann der Gesunde den Blutzucker in der Nacht konstant niedrig halten, ohne dass etwas passiert. Der Diabetiker hat bei solchen Blutzuckerwerten unter 60 mg/dl meist einen relativ hohen Insulinspiegel im Blut, der die Hypo ja ausgelöst hat. Und der kann in der Regel vom Körper nicht schnell auf Null gesenkt werden, weil von dem subkutan gegebenen Insulin auf Grund der Zeitverzögerung zwischen Injektion und Wirkung ständig noch etwas in die Blutbahn einperlt. Also schüttet die Leber keinen Zucker aus. Der Körper versucht nun über andere Wege den Zucker wieder hoch zu bekommen. Er schüttet (hoffentlich) Glugakon und Adrenalin aus, was die Hypo-Symptome macht. Deshalb kann man als Diabetiker nachts keine Werte um 50 mg/dl haben, ohne Probleme zu bekommen. Da unterscheidet sich der Gesunde eben ganz klar vom Diabetiker.

 

Neuer Eversense XL Sensor macht nach gut 3 Monaten schlapp – Teil 3

Ich habe wohl richtig Pech. Nach 59 Tagen, am Dienstag, 12.02.2019, überraschte mich mein Eversense XL Sensor morgens mit der Nachricht, dass ich zum Arzt gehen und den Sensor tauschen soll. Also habe ich Firma Roche angerufen und mir wieder einen Austausch des Sensors bestätigen lassen. Die Praxis soll nur das Bestellfax schicken, dann wäre der Sensor am nächsten Tag da. Erstmal meinen Diabetologen in Offenbach angerufen, der den ersten Sensor gesetzt hatte, aber dort würde ich erst Ende März, Anfang April einen Termin bekommen.

Bild 1 – Copyright beim Autor
Bild 2 – Copyright beim Autor

Das war mir zu spät. Also den Diabetologen in Marburg angerufen, der den letzten Austausch gemacht hat, sofort für Freitag den Termin für den Austausch gemacht. Das ging dann auch problemlos. Neuer Sensor rein, alter Sensor raus. Nach 30 Minuten alles überstanden. Allerdings war das Entfernen eine blutige Angelegenheit, das Blut spritzte dem Doc auf sein Lieblingshemd und mir lief es über den Rücken. Auf den Bildern seht Ihr ein rotes Kreuz, darunter befindet sich der neue Sensor, das blutige Pflaster klebt über der Wunde des entfernten Sensors.

Ich hoffe, aller guten Dinge sind drei und diesmal hält der Sensor die angepriesenen 180 Tage durch. Die Hoffnung stirbt ja zuletzt – wenn es wieder nicht funktioniert, werde ich wohl das System wechseln.

Petra

Erste Erfahrungen mit dem FSL 2

Meine persönlichen Erfahrungen:
Durch meine Arbeit in einer diabetologischen Schwerpunktpraxis hatte ich die Möglichkeit, die 2. Generation des Freestyle Libre mit integrierten Alarmen zu testen. Meine Jahresverordnung für das bisherige System ohne Alarme läuft noch bis Ende August 2019.
Positiv zu bewerten sind die sehr genauen Glucosewerte, es gab kaum Abweichungen gegenüber dem Laborgerät „Hemocue Glucose“ sowie dem integrierten Blutzuckermessgerät „Freestyle Precision“. Die Alarme können individuell eingestellt werden, entweder mit einem akustischen Signal, einem Vibrationsalarm oder beides zusammen. Der „Niedrig-Alarm“ ist einstellbar zwischen 60 und 100 mg/dl, der „Hoch-Alarm“ zwischen 120 und 400 mg/dl.
Leider gibt es für mich zwei ganz erhebliche Nachteile:
1. Das Scannen mit dem Smartphone über NFC ist nicht mehr möglich. Wahrscheinlich wurde der NFC Chip ausgetauscht für einen Bluetooth Chip.
2. Man erhält immer nur einen Alarm pro Episode. Das bedeutet: wenn man einen Hypoalarm bekommt, man dagegen etwas unternimmt, aber der Glucosewert, aus welchem Grund auch immer, nicht wesentlich ansteigt oder sogar weiter fällt (z. B. nach Ausdauersport), gibt es keinen weiteren Alarm. Erst wenn man den eingestellten Wert übersteigt und es danach wieder zu einer Hypo kommt, gibt es erst wieder einen Alarm. Das gilt auch für Hyperglykämien.
Das ist eben der große Unterschied zum CGM. Seit Juni 2018 nutze ich den Freestyle Libre Aufsatz „Blucon“ mit der Xdrip plus App sowie einer Smartwatch, sodass ich aus dem FGM ein CGM zusammengestellt habe. Diese Kombination werde ich wahrscheinlich für den Libre 2 nicht mehr nutzen können aufgrund der fehlenden NFC -Möglichkeit (wenn ich das mit meinem laienhaften technischen Verständnis richtig beurteile).
Dass bei einem Alarm kein Wert angezeigt wird und man, um diesen zu erhalten, erst scannen muss, finde ich nicht tragisch.
So hoffe ich jetzt auf die schlauen Diabetiker-Programmierer-Köpfe, dass demnächst auch für den Libre 2 eine App zur Verfügung steht oder dass zumindest Abbott eine neue LibreLink-App erstellt, mit der man den Freestyle Libre 2 nutzen kann.

Ulla, grisse(at)freenet.de

Alte Insuliner-Ausgaben

Ich komme aus Österreich und bin erst im Januar über eure Zeitschrift INSULINER gestolpert … – und hab leider feststellen müssen, dass sie eingestellt ist :-(.

Gibt es noch eine Möglichkeit, alte Ausgaben zu erwerben? Scan/Foto oder PDF von einzelnen Seiten würde mir absolut reichen… – mich würden besonders die Ausgaben von Nr. 77 bis Nr. 107 interessieren ;-).

Viktoria, fruesti3(at)hotmail.com

Enlite Sensoren vs. Hypohund

Da ich zur Zeit mit dem Umbau eines Pfarrzentrums im Schwarzwald ziemlich viel Stress habe, war ich in den letzten 2 Monaten mit dem Sensor Enlite von Medtronic gar nicht zufrieden: Am Abend war der Blutzucker ok, in der Nacht stellte sich die Pumpe 640 G automatisch ab, scheinbar war der Wert 52 mg/dl. Bei Messung blutig um 3 Uhr war der Wert aber 92 mg/dl. Nach Eichung der Pumpe schlief ich weiter. Die Pumpe stellte dennoch in der Nacht die Basalrate ab … – Mist, Technik, die nicht geht!

Was das heißt, wissen alle Pumpenträger – das Insulin fehlt und die Folgen sind wunderbar…

Messung blutig um 5:36 Uhr: 380 mg/dl.

Korrektur und Frühstück …

Das Ganze ist mir 3-mal innerhalb von zwei Wochen passiert. Seit dieser Zeit verlasse ich mich auf meinen Hund und trage den Sensor nicht mehr!

Aila May, meine Hypohündin, zeigt mir schon Hypos an, wenn die Werte noch hoch sind. Heute früh war Bausitzung. Der Blutzucker war 252 mg/dl. Ich hatte 3 KH gegessen, nach KH-Faktor gespritzt und musste durch den Tiefschnee laufen.

Die Hündin bellte im Büro, ich wartete noch 10 Minuten, der Wert ging schon auf 220 mg/dl herunter, weitere 10 Minuten später war der Wert bei 202 mg/dl. Da habe ich 1 KH Haribo genommen. Aila war ruhig und zufrieden nach der Belohnung. Nach einer Stunde war der Wert 105 mg/dl. Wenn ich nicht auf Aila gehört hätte, wäre ich im Unterzucker gelandet.

Seit ich ohne Sensor selbst mein Leben und meinen Diabetes in die Hand nehme, geht es mir besser. Technik mag ja gut sein, aber sie sollte ausgereift sein und eine Hilfe im Leben von uns Menschen sein.

Frank, frankymal(at)gmx.de

Zwei amerikanische Diabetes-Ratgeber

Für unseren „wir-insuliner“-Blog habe ich zwei amerikanische Diabetes-Ratgeber entdeckt, die beide kürzlich aktualisiert wurden.

Der erste Ratgeber von Gary Scheiner „Think like a pancreas“ (ISBN 978-0-7382-1514-3), auf deutsch „Denke wie deine Bauchspeicheldrüse“, ist ein praktischer Ratgeber, der sehr viele Themen der Diabetes-Therapie behandelt und bei Lifelong Books verlegt wurde. Gary ist Typ 1-Diabetiker, arbeitet in den USA als Diabetes-Berater und betreut hunderte von ICT- und Pumpen-Patienten. Neben Grundlagen werden in dem Buch Spezialthemen wie zum Beispiel der Einfluss von Fett auf den Blutzucker (BZ) genau behandelt. Er geht davon aus, dass Fette viel stärkeren Einfluss auf den späteren BZ-Anstieg haben als Eiweiß bzw. Proteine. Das steht im Gegensatz zur FPE-Theorie, wird allerdings ausführlich mit praktischen Erfahrungen begründet. Ich habe das mit seinem Beispiel PIZZA ausprobiert und kam, wenn ich nur eine Viertel PIZZA gegessen hatte, zum gleichen Ergebnis. Besonders der Bolus-Berechnung widmet der Autor ein eigenes Kapitel mit ausführlicher und überzeugender Darstellung. Neu war für mich sein klinischer Befund anhand von vielen in der Basalrate gut eingestellten Pumpen-Patienten, wie groß die Abhängigkeit des Bedarfs an Basal-Insulin vom Lebensalter (Kind 3-10, Jugend 11-20, Erwachsener 21-60, Ältere >60 Jahre) ist. Das Buch hat 306 Seiten und ein sehr gutes Stichwort-Verzeichnis.

Der zweite Ratgeber von Adam Brown ist ein Motivationsbuch für Diabetiker Typ 1. Sein Titel ist „Bright Spots & Landmines“ (ISBN 978-0-6928-7517-9), auf deutsch etwa „Tolle Erfahrungen & schwierige Probleme“. Adam versteht es meisterhaft zu motivieren und die Diabetes-Behandlung unter Hinweis auf viele Tipps und Tricks zu erläutern. Dieser Ratgeber ist mit zahlreichen praktischen Beispielen gefüllt, und seine Themen sind in vier Blöcke gegliedert: Essen/Ernährung, Denkweise/Motivation, Sport/Bewegung und Schlaf. Ganz richtig, auch dem gesunden Schlafverhalten ist ein eigenes kurzes Kapitel gewidmet. Besonders interessant und anregend fürs Nachprüfen war für mich die Art, wie Adam seine Mahlzeiten „komponiert“, nämlich mit wenig Kohlenhydraten, im Durchschnitt max. drei BE, und sehr viel Ballaststoffen. Dieses Buch wurde von der Stiftung „diaTribe“ verlegt und kann sogar kostenlos unter www.diaTribe.org als PDF-Datei heruntergeladen werden. Das hat den Vorteil, dass im Vergleich zum gedruckten Buch, das ich gekauft hatte, alle Darstellungen in Farbe sind.

Insgesamt habe ich in beiden Büchern sehr viel Nützliches entdeckt und dabei den amerikanischen Umgang mit Diabetes kennengelernt. Es ist toll zu merken, wie viel dort mit Motivation und Freude am gelungenen Resultat, sprich: BZ-Verlauf, erreicht werden kann. Beide Bücher sind auf amerikanische Lebensverhältnisse ausgelegt und in englischer Sprache. Das mindert allerdings nicht den Lesewert. Für mich war es die reine Lesefreude. Ich hoffe, ich habe euch Lust auf mehr gemacht.

Achim

Neuer Eversense XL Sensor macht nach gut 3 Monaten schlapp – Teil 2

Nach dem vorzeitigen Ausfall meines Eversense XL Sensors war es am 14.12.18 um 15:00 soweit, ich hatte meinen Arzttermin bei einem Diabetologen in Marburg zum Wechseln des Sensors. Nach kurzer Wartezeit wurde am rechten Oberarm nach einer örtlichen Betäubung ein kleiner Schnitt gemacht und der neue Sensor eingesetzt. Die Wunde wurde fachgerecht verbunden und nach 15 Minuten war der erste Teil der Wechselaktion abgeschlossen. Wesentlich komplizierter gestaltete sich die Entfernung des alten defekten Sensors. Die Aussage anderer Nutzer des Eversense XL Sensor, dass dieses in wenigen Minuten erledigt ist, bewahrheitete sich nicht. Der alte Sensor war mehr an der Seite des Oberarms im Fettgewebe eingesetzt worden und ließ sich nicht mehr ertasten. Anscheinend hatte er sich verschoben. Dadurch hatte ich mit diesen Sensor wohl das Problem, dass der Transmitter nur an einer winzigen Stelle Verbindung mit dem Sensor bekam, was öfters zu Verbindungsabbrüchen führte, vor allem wenn ich auf dem Arm gelegen hatte. Da der Sensor sich nicht tasten ließ, wurde er mit dem Ultraschallgerät gesucht. Die Stelle wurde auf dem Arm markiert. Im OP-Zimmer wurde alles desinfiziert und dann geschnitten. Der Arzt stocherte mir im Arm herum und konnte den Sensor nicht greifen und entfernen. Also musste ich mit offener Wunde, den OP-Werkzeugen und der Arzthelferin wieder in das Ultraschallzimmer wechseln. Dort wurde mein Arm und der Ultraschallkopf, der mit dem Arm in Berührung kommt, erneut desinfiziert. Der Arzt konnte dann unter Ultraschallkontrolle mit der Pinzette zu dem Sensor navigieren und ihn schließlich entfernen. Der Arzt und seine Helferin waren dabei mit ihren Händen so beschäftigt, dass ich mit meiner freien Hand noch das Ultraschallgerät bedienen musste. Die Wunde wurde ebenfalls versorgt, und ich bekam ein Antibiotikum verordnet. Dies ist bei mir wegen meiner Hüftoperation Ende September zwingend erforderlich, damit keine Entzündung im Körper entsteht. Nun hoffe ich, dass alle Wunden gut heilen. Bisher gibt es keine Probleme. Der neue Sensor sitzt sehr gut und liefert ziemlich genaue Werte. Während der OP verriet der Arzt mir, dass er umsonst arbeitet. Das Einsetzen und auch das Entfernen der Sensoren wird nicht von der Krankenkasse bezahlt. Die Krankenkasse vertritt die Meinung, dass mit der Bezahlung des Sensors sämtliche Leistungen abgegolten sind. Auch Firma Roche zahlt dem Arzt keine Vergütung. Wollte er die 2,5 Stunden (um 17:30 bin ich gegangen) bezahlt haben, müsste er mir eine Privatrechnung stellen. Der Arzt nahm es gelassen und mit Humor. Es war anstrengend, aber der Doktor hat mich gut unterhalten, so dass ich sehr erstaunt war, wie lange es wirklich gedauert hatte.

Ich war in dieser Praxis die dritte Patientin, bei der ein defekter Sensor vorzeitig gewechselt wurde, wobei dort 10 Patienten mit einem Eversense Sensor versorgt werden. Bei mir traten in der Praxis zum ersten Mal die geschilderten Komplikationen bei der Entfernung des Sensors auf. In meiner Facebook Gruppe berichten Mitglieder öfters vom Problem, dass ein Sensor sich nicht oder nur sehr schlecht entfernen lässt. Ich hoffe, dass Firma Roche die Sensoren so überarbeitet, dass mir dieses Erlebnis einer Extraoperation künftig erspart bleibt.

Petra

Neuer Eversense XL Sensor macht nach gut 3 Monaten schlapp

Das Eversense XL CGM System von Firma Roche ist vor einigen Monaten auf den Markt gekommen. Dieses zeichnet sich dadurch aus, dass der im Oberarm implantierbare Sensor nur noch alle 6 Monate getauscht werden muss, im Gegensatz zum Vorgängermodell mit nur 3-monatiger Laufzeit. Deshalb entschloss ich mich, dieses neue System zu nutzen. Am 28.08.18 wurde mir der Sensor in einem kleinen Eingriff am linken Oberarm eingesetzt. Die Wunde verheilte sehr gut und das Pflaster wird von mir gut vertragen (siehe Bild 1).

Bild 1 – Copyright beim Autor

Die Blutzuckerwerte stimmten immer ziemlich gut mit der klassischen blutigen Kontrollmessung überein. Am 26.11.18 begrüßte mich mein Sensor früh morgens mit der Meldung, dass er nur noch 4 Tage Restlaufzeit hätte und ich einen Termin bei meinem Diabetologen für den Sensortausch vereinbaren solle (siehe Bild 2). Ich konnte es gar nicht glauben, mein Sensor war doch erst 3 Monate alt und sollte doch 6 Monate durchhalten. Erstmal habe ich schnell in der Facebook-Gruppe um Rat gefragt. Da war ich nicht die Einzige mit diesem Problem. Die Fehlermeldung wies mich wirklich auf das Ende der Laufzeit des Sensors hin. Also kontaktierte ich Firma Roche, die sich sofort bereit erklärte, den Sensor zu ersetzen, und mir auch einen Arzt in der Nähe empfahl (bin zurzeit nicht zu Hause). Den Arzt hatte ich dann nach einigen vergeblichen Anrufen nach 6 Stunden endlich erreicht. Leider war den Angestellten nicht zu vermitteln, dass der Sensor getauscht werden soll und Firma Roche die Kosten übernimmt. Die Praxis bestand auf einer Zustimmung durch die Krankenkasse.  Am nächsten Morgen bin ich dann in die Arztpraxis gefahren und konnte schließlich vor Ort alles zu meiner Zufriedenheit klären.

Bild 2 – Copyright beim Autor
Bild 3 – Copyright beim Autor

Wir haben dann für Freitag, den 14.12.18, einen Termin für den  Sensoraustausch gemacht (früher ging wegen des Urlaubs der Praxis nicht). Der Sensor funktionierte dann bis zum 03.12.18 normal. Dann wiederholte sich die Meldung, dass die Restlaufzeit nur noch 4 Tage beträgt, und am Freitag, 07.12.18, schaltete sich der Sensor um 23:55 Uhr nach 101 Tagen Laufzeit endgültig ab (siehe Bild 3). Nun warte ich auf meinen neuen Sensor und hoffe, dass der Austausch ohne Probleme funktioniert. Ich werde von dem Austausch demnächst berichten und bin gespannt, ob ich diesmal einen Sensor unter die Haut gepflanzt bekomme, der auch die versprochenen 6 Monate durchhält.

Petra

Diuretikum Hydrochlorothiazid (HCT) erhöht das Risiko für weißen Hautkrebs

Zur Behandlung meines Blutdrucks nehme ich seit einigen Jahren u.a. Hydrochlorothiazid (HCT). Heute bin ich von meinen Diabetologen darauf aufmerksam gemacht worden, dass nach Auswertungen dänischer Gesundheitsdaten bei Einnahme von HCT ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von weißem Hautkrebs besteht. Deshalb werde ich gemäß ärztlicher Empfehlung 25mg HCT künftig durch 12,5mg Hygroton (Chlorthalidon) ersetzen. Weitere Informationen findet man auf der Seite der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. Bitte nehmt erst Rücksprache mit Euren behandelnden Ärzten und setzt das Medikament HCT nicht eigenmächtig ab.

Ronny

Wir Insuliner …

… möchten gerne einen weiteren Menupunkt auf dieser Homepage einrichten: Insuliner-SHGs

Wichtig ist, dass die Selbsthilfegruppe noch real existiert und regelmäßig tagt.

Zur Veröffentlichung auf der Homepage ist eine Einverständniserklärung der Ansprechperson der jeweiligen SHG notwendig. Falls eure Gruppe unter dem zukünftigen Menupunkt „Insuliner-SHGs“ aufgeführt werden soll, schickt bitte die ausgefüllte und unterschriebene Einverständniserklärung postalisch an die im Formular angegebene Adresse. Eingescannt und per Email geht leider nicht.

Einverständniserklärung_wir-insuliner.de

Info zur Pumpe 640G von Minimed

Fehler treten auf – Handbuch hilft nicht

Am 10.10.2018 kam eine Information von Medtronic, dass eventuell meine Pumpe 640G vom Frühjahr 2018 fehlerhaft bei den Signaltönen sei. Die Funktionen sonst seien aber nicht betroffen, was sich als falsch herausstellte.

Ich habe den von Minimed/Medtronic gewünschten Test durchgeführt und der Test ergab den vermuteten Fehler.

Nachts darauf hatte ich dann nicht nur Vibration bei hohen BZ-Werten, sondern (obwohl so nicht eingestellt) auch Läuten. Früh beim Aufstehen konnte ich weder einen Bolus abgeben noch die Basalrate ändern.  Die Möglichkeiten dazu wurden auf dem Startbildschirm nicht mehr angezeigt. Stattdessen wurde „Reservoir & Set“ angezeigt.

Ich habe dann noch vor 6 Uhr Medtronic angerufen und die Servicekraft hat das Display zusammen mit mir wieder umgestellt. Das geht so:

Infusionsteil abkoppeln, Reservoir & Set aufrufen, Rücklauf durchführen, wieder Schlauch füllen bis Insulin austritt, Schlauch wieder am Körper ankoppeln und alles ist wieder wie gewohnt auf dem Startbildschirm.

Dann hat die Servicekraft mit meiner Hilfe den Fehlerspeicher ausgelesen und Fehler 63 festgestellt.

Der Test wurde nochmals durchgeführt und wieder trat Fehler 63 auf.
Am darauffolgenden Tag bekam ich eine neue Pumpe.

Vielleicht sind euch meine Informationen nicht neu. Die Servicekraft meinte allerdings, dass nicht alle Möglichkeiten und Probleme mit der Pumpe im Handbuch vermerkt sind.

Viel Spaß mit der 640G, falls ihr kein Telefon zur Hand oder keine Internetverbindung habt.

Es gab auch noch Folgeprobleme, über die ich gelegentlich berichten werde.

Jetzt, nicht ganz 2 Monate später, bekomme ich wieder eine neue Pumpe, die Alarmierung funktioniert mal wieder nicht. Ohne ein Signal abzugeben, geht die Pumpe in den Unterbrechungsmodus und nur zufällig sieht man, dass keine Basalrate mehr läuft.

Ich freue mich riesig, wieder alle Einstellungen in die neue Pumpe eintippen und alle Geräte mittels Bluetooth an die neue Pumpe anbinden zu müssen. Man kann die Einstellungen, obwohl gespeichert, nicht in eine neue Pumpe übertragen.

Und warum habe ich noch die 640G? Ja, weil es die einzige Pumpe ist, die rechtzeitig die Basalrate abschaltet (und das bis vorgestern mit Signalisierung). Ich bekomme daher kaum noch Unterzuckerungen.

Ich lobe mir die Looper – das will ich demnächst ausprobieren, geht aber nicht mit der 640G.

Wolfgang H.

Festkleben der FSL Sensoren

Bild 1 – Copyright beim Autor

Ich will euch einen kleinen Trick verraten, den ich seit einiger Zeit selbst ausprobiert habe und inzwischen bei jedem neu gesetzten Sensor nutze. Damit kann ich die FSL-Sensoren gut festkleben.

Auf dem ersten Foto seht ihr eine normale Abdeckkappe und eine präparierte Abdeckkappe, bei der ich mit einem scharfen Messer (z.B. Teppich-Cutter) den inneren Teil passend ausgeschnitten habe. Jetzt passt der Sensor in die offene Rundung. So kann ich bei jedem neu gesetzten Sensor den äußeren Teil des Sensorpflasters – zweites Foto – fest andrücken. Beim Schwimmen oder in der Sauna sind mir damit noch nie Sensoren abgefallen oder haben sich gelöst. Weitere Pflaster oder Abdeckungen sind bei mir nicht mehr nötig.

Bild 2 – Copyright beim Autor

Allerdings wäre ich dankbar für einen guten Trick und Hinweise, wie ich am besten die Klebstoffreste nach dem Abnehmen eines abgelaufenen Sensors sauber entfernen kann.

Achim A.

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