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Alle Blogbeiträge

Libre 3 und externes Lesegerät

Gestern abend habe ich diese Mail an Abbott geschickt:

Hallo liebes Abbott Team

Gerade habe ich mir mal den FreeStyle Libre 3 im Internet angeschaut. Leider ist das Lesegerät nicht mit abgebildet.

Daher gehe ich davon aus, dass das zweier Lesegerät auch für den dreier Libre geeignet ist.

Es wäre ja für viele Menschen, ich zähle mich dazu, sehr sehr umständlich immer ein geeignetes Smartphone dabei zu haben.

Mein Smartphone nehme ich nur mit, wenn ich außer Haus übernachte, es ist dreimal so groß wie das Lesegerät und passt somit nicht in meine Hosentasche.

Falls Sie kein geeignetes Lesegerät für den dreier Libre herstellen, wäre mein Vorschlag, dass Sie die zweier Sensoren weiterhin herstellen sollten, für Menschen wie mich und viele FreeStyle Libre Benutzer, die kein Handy benutzen. Ich denke da ganz besonders an die vielen „alten“ Typ 2 Diabetiker.

Bitte informieren Sie mich frühzeitig, damit ich mich notfalls früh genug um ein anderes CGM Gerät kümmern kann.

 

Heute Morgen um 9:30 Uhr bekam ich schon einen Anruf von Abbott. Die Dame war sehr nett und konnte mich gut verstehen. Sie darf, das sagte sie mir, auch noch nicht alles erzählen.

Das Libre 3 wird im Laufe des nächsten Jahres auf den Markt kommen, das Zweier-Gerät wird es weiterhin geben (Frage mich wie lange). Ob es zum Dreier noch einen zusätzlichen Reader geben wird oder der „Alte“ für den „Neuen“ geeignet sein wird,  ist noch nicht endschieden.

Sogar ein Miet-Smartphone ist angedacht (Habe ich aus einer anderen Quelle). Die zwei über 80jährige FreeyStyle Träger, die ich hier aus dem Dorf kenne, werden das nicht mehr können.

Habe gestern auch mal an einer Abbott-Umfrage teilgenommen. Als ich angegeben habe, dass ich kein Smartphone besitze, wurde ich als ungeeigneter Teilnehmer gleich rausgeschmissen.

Bin direkt nochmal rein gegangen, hatte dann ein Smartphone und konnte somit bis zum Schluss teilnehmen. Als ich gefragt wurde, was geändert werden müsste, damit ich positiv auf die Libre-App reagieren würde, habe ich unter Sonstiges angegeben, dass sie mir ein Smartphone bauen müssten – in der Größe eines jetzigen Readers.

Liebe Grüße
Theresia

Pilgertour – Mecklenburgische Seenplatte

Zwei Diabetiker sind nicht zu bremsen …

Grit und Bernhard haben sich in Corona-Zeiten eine sehr reizvolle Tour ausgesucht, auf die sie beide neugierig waren: Den Pilgerweg entlang der Mecklenburgischer Seeplatte mit dem Sahnestückchen über 130 km von Neubrandenburg über Fürstenberg nach Mirow.

Grit gilt als sehr erfahrene Pilgerweg-Läuferin und Bernhard hat gemeinsam mit ihr seine ersten Erfahrungen auf einer Pilgertour gesammelt.

Doch lest selbst den interessanten Bildbericht über ihre gemeinsame Pilgertour – es lohnt sich.

Die Redaktion von wir-insuliner.de

 

 

 

 

 

 

Umstieg von Medtronic auf Freestyle – Abenteuerbericht mit Happy-End

FREISTIL – meine ersten Erfahrungen mit Freestyle Typ 2  Sensoren und dem Freestyle-Service / Kommste heut nicht, kommste (vielleicht) morgen

„Freistil steht für: Freistilschwimmen, eine Disziplin im Schwimmsport oder Freistilringen, eine Stilart beim Ringen oder für eine Technik im Skilanglauf“ sagt mir Wikipedia. Hätte ich deshalb bei dem Umstieg auf Freestlye Libre 2 ein Freistil-Ringen erwarten müssen?

Das Angebot des „Freestyle Libre 2“ schien bestechend: Einmal anlegen und schon nach einer Stunde für 14 Tage fast ohne Unterbrechung nutzen – ohne die für jeden Zeitplan lästige Medtronic G3 Kalibrierung nach 8-12 Stunden und ohne den Sensoren-Wechsel mit langer Transmitter-Aufladung plus Startzeit schon alle 7 Tage. Deshalb hatte ich das kostenlose Testangebot genutzt und mir dann für einen Fahrradurlaub auch noch einen weiteren Testsensor auf eigene Kosten bestellt.

In der Praxis musste ich mich erst einmal umstellen: Da die Medtronic-Sensoren die Insulinzufuhr auf Wunsch bei drohender Unterzuckerung automatisch unterbrechen, konnte man dort mit der Einstellung Sünden ausbügeln, d.h. die Pumpe so einstellen, dass der Zucker langsam fällt, bis sie beim angestrebten Wert abschaltet. Bei Freestyle führt das Erreichen der Grenzwerte stattdessen zu Alarmen, die zumindest mich selbst (wenn allein) wecken. Insoweit war ein Update der Basalrate nötig.

Weiterer Umstellungsbedarf ergab sich daraus, dass der von Lesegerät und Smartphone angezeigte Wert nicht immer aktuell ist, wenn man gerade erst aufsteht und/oder auf dem Sensor-Arm gelegen hat. Dann konnte ich schon einmal im Minutenabstand unerwartete 5,7mmol, 8,3mmol, 10,7mmol und 10,3mmol erleben. Hätte mich die erste Messung dazu veranlasst, 1-2 schnelle BE nachzulegen, hätte ich mich nach 3 Minuten geärgert. Also bei unerwarteten Werten erst mal nachmessen.

Begeistert haben mich die Möglichkeiten des Smartphones, z.B. zur Hebung der Selbstdisziplin einen Alarm tagsüber immer 2 Stunden nach der letzten Messung auszulösen. Nach ein paar Monaten schätzte die Smarthone-App dann zutreffend einen zumindest schon mal von zuletzt 7,5 auf 6,9 verbesserten HbA1c. Das motiviert, weiter an sich zu arbeiten. Wenn mein Windsurfen nicht  gut 2 Jahrzehnte lang vorbei wäre, müsste ich mir allerdings für den Freestyle Libre extra ein wasserdichtes Smartphone kaufen, weil das mitgelieferte Freestyle Lesegerät nicht wasserdicht ist.

Weniger schön als der Alltag ist der Umweltschutz: Was da alle 14 Tage weggeworfen wird (eingebaute Batterie + Elektronik + Plastik) scheint viel mehr zu sein als bei Anbietern, die Sensoren ständig wechseln wie Medtronic.

Und Sorgen und Ärger macht mir der Service: Schon bei der Urlaubsbestellung war die maximale Bestellmenge auf 1 begrenzt. D.h. wenn ich mehr als 14 Tage Fahrradurlaub am Stück geplant hätte, hätte ich neben dem Freestyle Equipment auch noch Medtronic Sensoren, Ladegerät und Klebepflaster mitschleppen müssen, von den gewünschten Ersatzsensoren ganz zu schweigen.

Und einer dauernden Beziehung im Weg steht die Versorgungszuverlässigkeit: 14 Wochen nach der Lieferung der ersten 7 Sensoren fragte ich nach der nächsten Quartalslieferung. Da wurde ich von eher unfreundlichen Call-Center-Mitarbeitern belehrt, dass das Datum der ersten Quartalslieferung nichts darüber aussagt, wann die zweite Quartalslieferung erfolge. Die erste Lieferung am 14.7. (nach Rezepteinreichung vom 08.07.) sei zu früh erfolgt, weil die Freestyle-Versorgung erst zum Datum 01.08. genehmigt worden sei. Und wenn ich diese Lieferung sofort benutzt habe, sei ich selbst Schuld, aber vor dem 01.11. liege keine Verspätung vor.

Die freundliche TK meinte dann, die Festlegung des Versorgungsbeginns beruhe auf dem Antrag von Freestyle, und schickte am selben Tag eine vorgezogene Bewilligung (ab 01.07.) an mich und an Freestyle. Dann müsste sich für die Anschlusslieferung ja hoffentlich ein früherer Termin finden.  Knapp zwei Tage nach dem TK-Anruf  lag die geänderte Bewilligung der Krankenkasse bei mir im Briefkasten und zumindest per Mail bei Abbott vor. Weitere Rückfragen bei Abbott endeten aber zunächst ergebnislos mit dem Zusatz, einen geänderten Bewilligungszeitraum habe man ja noch nie erlebt und das habe ja vermutlich keine Wirkung.

Nach weiteren 8 Tagen erhielt ich dann aber am 29.10. die so  dringend erwartete Lieferung für das nächste Quartal. Die Liefergeschwindigkeit dürfte jede Schnecke vor Neid erblassen lassen….

Fallls  jemand die genauen Abläufe bei der Hilfsmittelbewilligung kennt: Ich wüsste schon gerne, ob die Freestyle-Mitarbeiter alternative Fakten berichtet haben, als sie mir erzählten, den ursprünglich erst 2-3 Wochen nach Rezepteinreichung, Bewilligung und Erstlieferung beginnenden Bewilligungszeitraum (und damit die späte Anschlusslieferung) hätte ich der Krankenkasse zu „verdanken“…..

Nun werde ich mich bis Juni 2021über andere Anbieter und deren BZ-Messtechnik informieren.

Karl

Hund knurrt!

Hallo, habe seit 4 Wochen einen Hund. Eigentlich sehr lieb. Beobachte, dass er mich leicht anknurrt.  Jedesmal war der Blutzucker niedriger oder höher. Hat damit schon jemand Erfahrung?

Gruß Britta

britta.berg.scheer(at)icloud.com

Tresiba vergessen – das Ergebnis überrascht

Hallo zusammen,

gestern Abend ist mir trotz 49-jähriger Diabetesdauer ein absoluter Anfängerfehler passiert: Ich habe vergessen, mein Tresiba zu pennen. Dies ist mir auch in den 15 Jahren vorher unter Levemir zwei- oder dreimal passiert. In diesen Fällen bin ich jedesmal zwischen 2 und 3 Uhr nachts wegen einer Ketoazidose aufgewacht.

Der Nüchternwert heute morgen war selbstverständlich eine Katastrophe, das sieht man auch auf dem Foto. Zur Info: Der obere Warnwert steht bei 220. Das eigentlich unerwartete, überraschende
und gleichzeitig aber auch interessante war, dass trotz des hohen Wertes keine Ketoazidose vorlag, was das weitere Vorgehen erfreulicherweise sehr vereinfacht. Offensichtlich reicht die Tresibadosis des Vorvorabends noch soweit aus, um die Ketoazidose zu unterdrücken. Ob das bei euch auch so zutreffen würde, weiß ich natürlich nicht. Vielleicht ist es dennoch für den ein oder anderen von Interesse.

Schöne Grüße aus Soest und bleibt gesund
Frank

Der siebente Eversense Sensor

Mein neuer Eversense wurde mir pünktlich vor dem Urlaub eingesetzt. Der war besser als jedes Sonnenschutzmittel, ständig hat er mich aufgefordert, das intensive Sonnenlicht zu verlassen. Was mir bei diesem Sensor auffiel, waren die zu hohen Werte in der Sonne – z. B. ein Wert von 315 nach 10 Minuten. Im Schatten waren es dann nur noch 135. Die Kurve war ganz schön zackig. Am Tag 28, es war heiß und sonnig, meckert der Sensor über die Sonne und hohe Werte. 10 Minuten später im Schatten verkündigte er sein Ableben und forderte mich auf, meinen Arzt fürs Wechseln zu informieren. Ich war so sauer, dass ich am liebsten sofort zum Libre gewechselt hätte.

Ich habe meine Krankenkasse informiert und gefragt, ob ich wechseln kann. Die KK wollte nichts davon wissen, weil die Versorgung mit dem Eversense noch bis in den Oktober läuft, danach dürfte ich wechseln. Ich habe mich entschlossen, dann doch noch einen Eversense setzen zu lassen und zu wechseln, wenn dieser dann  wieder vorzeitig ausfällt. Nun war ich aber noch im Urlaub – und wenn ich zu Hause bin, ist mein Dia Doc im Urlaub. Einen neuen Sensor bekomme ich erst im September und habe somit 5 Wochen zu überbrücken. Für diese Zeit habe ich mir 3 Libre Sensoren besorgt.

Nr. 1 lief problemlos, Nr. 2 lebte nur eine Nacht, zeigte Werte um die 100 zu wenig und es gab keine Alarme. Am nächsten Morgen gab  es nur noch Sensor-Fehler. Nr. 3 sitzt und liefert gute Werte, allerdings musste ich ihn mit drei Pflastern fixieren, das originäre Pflaster hält einfach nicht. Libre ist auch keine echte Alternative für mich. Mal sehen, wie der Eversense Sensor Nummer 8 läuft.

Es wird ja schon an einem Sensor gearbeitet, der 360 Tage laufen soll, 180 würden mir schon reichen. Bisher haben meine Sensoren 90, 59, 180, 133, 171 und 28 Tage Werte gemessen. Also insgesamt 6 Sensoren in zwei Jahren anstelle von 4 Sensoren mit einer Gesamtlaufzeit von 661 Tagen – im Schnitt also 110 Tage pro Sensor.

Petra

 

Das kurze Leben des Evensense Sensor 6

Nachdem nun mein fünfter Eversense Sensor am 171. Tag 9 Tage vor Laufzeitende ausgefallen war, musste ich 2 Wochen bis zum neuen Sensor überbrücken. Ich habe einen Libre 2 Sensor und einen Dexcom G 6 Sensor gesetzt, die letzten 3 Tage kam dann noch der neue Eversense Sensor dazu. Im Vergleich haben alle 3 Sensoren ähnliche Daten, die mit der blutigen Messung überein stimmten, geliefert. Auch die Verläufe zeigten ähnliche Bilder. Insgesamt ist der Libre 2 für mich der Testsieger. Er hat am schnellsten auf Veränderungen reagiert. Gegen den Dexcom sprechen für mich die kurze Laufzeit (10 Tage) und der viele Verpackungsmüll. Für den Dexcom spricht die Möglichkeit, dass er bei Abweichungen kalibriert werden kann. Sowohl den Dexcom als auch den Libre 2 musste ich zusätzlich abkleben. Was beim Eversense Senor mich wirklich stört ist das unplanmäßige vorzeitige Ende der Sensoren. Natürlich ist das Setzen und wieder Entfernen jedes mal ein kleiner Eingriff, den ich mit der Praxis planen muss, das macht es kompliziert. Ansonsten liefert der Sensor gute Ergebnisse und was mich erfreut ich sollte ein halbes Jahr Ruhe haben und kann den Transmitter jederzeit ablegen z.b. beim schwimmen, brauche ihn nicht abkleben und verliere ihn auch nicht am Türrahmen.

Petra

Eversense/Libre 2

Dexcom
Accu-Chek Aviva

 

Libre 2

Dexcom

Eversense der Fünfte. Das Ende

Vor 18 Tagen habe ich die Sensor Warnung bekommen, dass er schon 150 Tage drin ist, was auch richtig war. Am Tag 168 kam die gleiche Meldung. Ob er sich verrechnet hat und länger als 180 Tage läuft, oder ist es ein Zeichen, dass er bald ausfällt. Nun ja heute am Tag 171 ist der Sensor ausgefallen, muss jetzt noch 2 Wochen blutig überstehen, bevor der Wechseltermin ansteht.

Petra

Eversense der Fünfte

Der fünfte Sensor läuft seit 155 Tagen gut und zuverlässig, nur Sonne mag er gar nicht, da spinnt er immer noch, zu hoch zu niedrig oder halt gar nicht. Probleme hatte ich zwischendurch mal mit der Haut, da war der Transmitter teilweise vom Klebepflaster gerutscht. Da ich eine Nickel-Sulfat-Allergie habe, weiß ich jetzt, aus was die Kontakte zum Laden bestehen.
Probleme bereitet mir jetzt nur die Erreichbarkeit der Praxis wegen dem anstehenden Wechsel in 25 Tagen. Die sind wegen Corona kaum erreichbar und haben nur eingeschränkte Öffnungszeiten.

Petra

Sensorstörung bei Sonne

Hautreizung durch Ladekontakte

Mein Erzfreund, der Diabetes

Ein Rap unseres Motivationskünstlers Bernhard mit pankreativer Unterstützung von Grit:

Mein Erzfreund, der Diabetes

Er hat sich plötzlich so in mein Leben geschlichen,
Ich redete ihm monatelang ins Gewissen.
Doch er blieb trotzdem da, ohne mich zu fragen,
und hörte einfach nicht auf meine ärgsten Klagen.
Was sollte ich machen, ich konnt‘ ihn nicht verjagen,
drum war ich bereit, die Zeit mit ihm zu wagen.
Aus einem Erzfeind wurde er zum treuesten Freund,
dass er so stur war, habe ich fast nie bereut.
Denn ich lernte immer mehr, auf ihn zu hören,
und so konnte ich schon bald viel Unheil abwehren.
Durch ihn fühlte ich mich fast niemals allein,
denn das Beste war für mich der Insuliner-Verein.
Auch hab‘ ich schnell gelernt, seine Vorteile zu nutzen,
musste nicht immer nur den Dreck wegputzen.
Jetzt sind wir 40 Jahre lang ein Leib und eine Seele,
und es kommt nur noch selten vor, dass ich mich quäle.
Er ist mein Personaltrainer und Ernährungsberater –
viel mehr als je zuvor meine Mutter und mein Vater.
Er ist sowohl mein Arzt als auch mein schlechtes Gewissen,
drum möchte ich ihn – klar gesagt – gar nicht mehr missen.
Mit ihm da werden viele Barrieren überwunden –
da haben sich zwei unschlagbare Freunde gefunden.
Ihm habe ich die Liebe meiner Frau zu verdanken,
sie mochte mich und auch meine süßen Gedanken.
Sie kümmerte sich gern um meine schwankenden Werte,
nicht immer hat’s geklappt – wie jener Abend sie lehrte:
Nachdem ich ihr im Hypo dreist den Finger verdrehte,
schaut sie nur noch besorgt auf unseres Sohnes Geräte!
Doch letztendlich hat der die Familie vereint,
wir behaupten uns gemeinsam gegen jeden Feind.
Und ich weiß, warum es Gott mit uns’rem Sohn so gemeint:
Selbst wenn ich mal alt und tattrig bin und keiner nach mir schaut,
dann wird er mich gut verstehen, denn das ist ihm vertraut!

Medtronic G3 = immer noch unzufrieden

Vor anderthalb Monaten habe ich an dieser Stelle darüber geschimpft, dass Guardian Link 3 bei mehreren Benutzern keine einmalige Verlängerung der Sensorlaufzeit zuließ, und als Ursache eine Gewinnmaximierung von Seiten des Herstellers vermutet. Da man ja gelegentlich mehrere Sensoren an einem Tag verbraucht (z.B. wenn man ein großes Blutgefäß getroffen, einen Sensor beim Sport versehentlich ein wenig herausgezogen oder einfach einen fehlerhaften Sensor erwischt hatte), war der mehrmalige Gebrauch bei den G2-Sensoren ein gutes Mittel gewesen, Sensorknappheiten insbesondere auf Reisen vorzubeugen. Dies schien nun weggefallen zu sein.

Mein Eindruck, dass ein Neustart des G3 für weitere 7 Tage gar nicht möglich ist, hat sich zwischenzeitlich aber als nicht zutreffend herausgestellt. Richtiger muss man sagen: Mal geht’s, mal fällt der Sensor nach Neustart am 1., 2. oder 3. Tag aus.

Also ist die Zuverlässigkeit der Sensoren Glücksache – egal ob man zu einer Zeit, die man z.B. für Sport oder (außerhalb der Corona-Zeit) für einen Veranstaltungsbesuch eingeplant hat, auf die Kalibrierung warten muss oder ob die (ebenfalls erneuerte) 640-Pumpe sich täglich stundenlang zur Datenerneuerung abmeldet, bevor sie am 2. Unterbrechungstag einen Sensorwechsel empfiehlt.

Und anders als früher ist es nicht nur die 2. Kalibrierung, die vorzeitig stattfindet und den normalen Arbeits- oder Schlafrhythmus unterbricht. Wenn man reist oder als junger Mensch eine Menge Verpflichtungen hat, sind zusätzliche kurze oder lange Messpausen (als Reaktion auf Störungen oder zur Kalibrierung eines vorzeitig notwendigen Sensors) ziemlich störend.

Da für den Freestylelibre2 ein kostenloser 14-Tage-Test angeboten wurde, starte ich nun mal einen Vergleichstest. Und bin gespannt, wie sich die anfangs großen Wertabweichungen zwischen Medtronic G3 und Freestylelibre2 auflösen.

Karl
karl.friederichs(at)arcor.de

 

Meine Erfahrung mit der Insulinpumpe 670G und der Automatik

Sensortechnik von Medtronic nutze ich seit der 1.Generation. Seit ich die Sensortechnik mit der Insulinpumpe gemeinsam getragen habe, sind meine Unterzuckerungen fast gegen 0 gegangen. Durch die Vorwarnmeldung und die Vorabschaltung hatte ich fast keine zu tiefen Werte mehr. Nur wenn ich zu viele Fehler gemacht hatte (BZ nicht sinnvoll und richtig gemessen), war ich manchmal zu tief – aber meistens zu hoch. Trotz Switchen von Basalrate zu Basalrate, je nach Bedarf!

Die 640G war schon eine prima Pumpe, aber die Automatik mit der 670G hat mich dennoch überrascht. Die Fehlerquellen der Kalibrierung kannte ich inzwischen, und meine Basalrate im Standard war auch ausgetestet. Das ist GANZ WICHTIG!!! Auch die KH-FAKTOREN und die Korrekturregeln müssen im Standard stimmen. In der 670G sind zwei Insulinpumpen enthalten. Die 640G ist dort drin mit der Möglichkeit mehrerer Basalraten, verzögerter und geteilter Bolus, bekannt als Pizzabolus, Abschalt- und Vorabschaltung mit CGM bei zu tiefen Werten.

Bei dem Einsatz der Automatik entfällt das. Die „2.Pumpe“ ist der Automodus, der agiert ähnlich wie eine gesunde Bauchspeicheldrüse. Die Pumpe gibt nach Bedarf, ausgehend von der erlernten Basalrate (mindestens 48 Stunden Lernphase, besser 6 Tage), auf die Sensorglucose ein und gibt mal mehr, mal weniger Insulin ab. Da es eine getrennte Funktion ist, benötigt die Automatik immer mal wieder einen extra Blutzucker. Und man muss aufpassen, dass man nicht zwischendurch korrigiert. Ein funktionierender KH-FAKTOR ist sehr wichtig bei richtiger Mahlzeiteneinnahme. Eine KH zwischendurch ohne Bolus gleicht die Automatik immer wieder aus.

Man sollte die Automatik immer in einer Standardsituation einschalten, nicht in einer Sondersituation wie zum Beispiel Krankheit, extreme Stresssituation oder dgl. Und sollte man nachts zu tief kommen (nach stressigen Tagen oder zu wenig Mahlzeiten, zu viele Korrekturen manuell), dann immer den temporären Sportzielwert für ein paar Stunden eingeben. Die Pumpe versucht auf Werte von 3,9 – 10 mmol/l oder 70 -180 mg/dl zu kommen. Dabei korrigiert sie auf 6,7 – 8,3 mmol/l oder 120 – 150 mg/dl. Es gibt die Möglichkeit des zeitweisen Sportzielwertes, wo vorsichtiger korrigiert wird. Das hat sich jedenfalls bei mir rentiert. Aber für Schwangerschaft sind die Richtlinien anders und da darf die Automatik nicht eingeschaltet werden. Doch man darf die Plasma-Kalibrierung (Werte sind 11-15% höher als früher die Vollblutmessung) nicht außer acht lassen.

Jedenfalls bin ich im Moment sehr zufrieden. Die Technik kann jedoch mal ausfallen und da darf man seinen gesunden Menschenverstand nicht ausschalten. Wer persönlich Fragen hat, kann mich jederzeit kontaktieren. Wenn jemand keine Schlauchpumpe und diese etwas aufwendige Sensortherapie haben möchte, ist das auch in Ordnung. Für mich ist der Aufwand nicht zu viel. Naja, manchmal nervt die Pumpe schon. Aber der Diabetes nervt ja generell manchmal. Der gute Blutzucker und das Wohlfühlen macht das wieder wett.

Rosi
bik-cottbus(at)gmx.de

Ein „Hallo“ in Corona-Zeiten

Auf Grund der aktuellen Situation, die für uns alle sowohl beruflich wie privat ausgesprochen
herausfordernd ist, haben wir uns gedacht, für den Blog etwas zu schreiben.

Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation, die niemand von uns so je erlebt hat. Die Zahl von Erkrankten/Infizierten steigt noch immer und es wird einem mulmig. Tausende von Menschen arbeiten derzeit im Sozial-, Gesundheits-, Lebensmittel- und Logistikbereich und in vielen anderen Bereichen mit hohem Risiko für ihre eigene Gesundheit, damit für uns alle ein Notbetrieb funktioniert und die wichtigen Lebensadern unserer Gesellschaft gesichert sind.

Deshalb möchten wir euch in eurer Solidarität bestärken. Wir halten zusammen und bleiben zu Hause, auch wenn einem die Decke auf den Kopf fällt. Sollten wir Einkaufen, halten wir Abstand, was viele Menschen leider nicht immer wissen wollen.

Am Wochenende habe ich (Kerstin) viele Leute vor den Lebensmittelgeschäften deswegen angesprochen und bin leider auf so einiges Unverständnis gestoßen. Dank Hilfe von anderen, die ich nicht kannte, konnten wir die Situation schnell in den Griff bekommen. Da konnte ich feststellen, dass das WIR inzwischen schon gut angekommen ist. Gemeinsam schaffen wir es aus der Krise.

Vor einiger Zeit bekamen alle die Ankündigung mit Infos für Marienberge im Herbst 2020
zum nächsten Insuliner-Treffen. Lasst uns zuversichtlich sein und lasst es mit
Vorfreude auf uns zukommen.

Wir haben es gut und können uns per Mail, Telefon, WhatsApp virenfrei austauschen. Bei Bedarf und sollte Hilfe nötig sein, immer gern!

Bleibt stark und gesund und haltet euch an die Vorgaben zur eigenen Sicherheit!

Herzliche und süße Grüße von

Kerstin aus Hannover und Hans aus Wiesmoor

Visuelle Betachek Teststreifen

Bis vor einigen Jahren gab es über den Insulinerverlag die Möglichkeit des Bezugs von visuellen Betachek Blutzucker Teststreifen, die mit Auflösung des Verlages entfallen ist. Der europäischer Vertreter des australischen Herstellers von Betachek Visual hat uns vor Kurzem über die Gründung der Betachek GmbH informiert, über die die Teststreifen wieder zu beziehen sind. Wir haben keinerlei rechtliche oder finanzielle Beziehungen zur Betacheck GmbH.

Die Redaktion  kontakt(at)wir-insuliner.de

Medtronic G3 = maximierte Gewinnerzielung?

Vom VW Dieselbetrug und von der Boing 737 Max wissen wir schon, wie selbstlos Konzerne westliche Werte, also die Gewinnerzielungsabsicht vorantreiben. Nach dem nach 28 Monaten nicht mehr zu vermeidenden Umstieg von Medtronic CGM G2 zu G3 fühle ich mich auch hier als Ziel der Gewinnerzielungsabsicht. Abgesehen davon, dass die 2. und 3. Kalibrierung sehr kurzfristig stattfinden (nach 6 und 12 Stunden) – was den normalen Arbeits- oder Schlafrythmus unterbricht – scheint Medtronic auch die umsatzschädliche und umweltfreundliche Mehrfachbenutzung von Kathedern auf einen Tag beschränkt zu haben. Wenn einem auf einer Radreise oder einer Auslandstour durch 2 Sensorausfälle oder einen Volltreffer in das Blutgefäß die Sensoren knapp werden, kann man nun nicht mehr durch Doppelnutzung improvisieren. Offensichtlich verlangt die Profitmaximierung, dass der Zuckerkranke sich in einem inländischen Heim aufhält und auf Nachschub wartet. Wenn sich dieser Eindruck – vereinzelt auch von anderer Seite berichtet – bestätigt, endet spätestens mit der Ablauf der Pumpe im nächsten Jahr meine 12jährige Liebe zu Minimed/Medtronic.

Karl
karl.friederichs(at)arcor.de

 

Interessante Links

Bei diversen Internetrecherchen zum Thema Pumpenmodelle, CGM usw. bin ich auf folgende interessante Internetseiten gestoßen:

  1. Staeffs (er)Leben mit Diabetes – Diabetes ist Ausdauersport
  2. Auf der Seite der Looper Community https://de.loopercommunity.org/login (Anmeldung erforderlich) gibt es einen detaillierten Überblick „Open Source und kommerzielle Closed Loop-Systeme. Es handelt sich um eine Sammlung von Folien (als PDF und pptx) zur Orientierung, was es gibt und was angekündigt bzw. in Entwicklung ist (Stand Nov. 2019).

Viel Spaß beim Stöbern!

Ulrike

ulrike(at)wir-insuliner.de

Eversense der Vierte oder die unendliche Geschichte

Der vierte Eversense-Sensor lief 133 Tage ohne Probleme, am Tag 120 hat er sich vorschriftsmäßig gemeldet, dass er seit 120 Tagen im Einsatz ist und ich einen Termin zum Austausch bei meinem Arzt machen soll. Aber am Tag 133, Donnerstag kurz vor Weihnachten, ging morgens nichts mehr. Er wollte sofort getauscht werden. Dummerweise kurz vor Weihnachten, Roche hat sofort einen neuen Sensor zugesagt, jetzt hieß es, einen Termin beim Doktor zu bekommen. Also anrufen, anrufen, anrufen. Dann irgendwann jemanden in der Praxis erwischt. Ich sollte Freitag noch einmal anrufen, um einen Termin zu machen, also Freitag wieder Telefonterror gestartet, dann die Praxis erreicht, wieder niemand da, der einen Termin ausmachen könnte, also Montag wieder anrufen. Am Montag dann jemanden erreicht, der einen Termin vereinbaren konnte, natürlich ging über die Feiertage nichts. Der erste mögliche Termin war dann gestern am 08.01.2020. Den habe ich dann auch genommen. Der Wechsel ging fast problemlos, der alte Sensor hat nur ein wenig Verstecken gespielt, aber der Doktor hat ihn dann nach 20 Minuten doch erwischt. Ich lass mich überraschen, wie lange Sensor Nummer 5 durchhält.

Petra

 

Kann man einen abgelaufenen FSL-Sensor noch verwenden?

Diese Frage hatte Sissi vor einigen Jahren noch zu Zeiten des Insuliners gestellt.  Sie ist damals von einem Insuliner gefragt worden. Nicht immer ist die Antwort auf die Frage, ob etwas nach Ablauf des MHD noch gebrauchsfähig ist, so einfach zu beantworten wie bei einem Joghurt, wo man nach Abziehen des Deckels sieht, ob er noch essbar oder bereits schimmelig ist. Auch ist unter Diabetikern bekannt, dass Insulin bei korrekter Lagerung im Kühlschrank noch weit nach Ablauf des MHD wirksam ist. Wie sieht es aber nun mit dem FSL-Sensor aus?

Als Sissi damals diese Frage stellte, entschloss ich mich, einen der überschüssigen Sensoren (28 pro Jahr bekommt man, in der Regel benötigt man 26) für einen Test länger liegen zu lassen und einen Erfahrungsbericht für den Insuliner zu schreiben. Da es ihn nicht mehr gibt, schreibe ich nun diesen Bericht für die neue Homepage.

Ich verwendete für diesen Test einen im April 2017 abgelaufenen FSL-Sensor sowie einen aktuellen FSL2-Sensor. Der erste gleichzeitige Test ergab folgendes Bild:

 

Es stellte sich die Frage, welcher Wert denn nun eigentlich der korrekte Wert war und welcher falsch. Beim nächsten Mal maß ich also zunächst blutig:

Das Ergebnis 16 Minuten später mit beiden Sensoren!

 

Offensichtlich stimmte der FSL2 mit der blutigen Messung überein, der FSL war offensichtlich falsch. Die weiteren Messungen mit den beiden Sensoren ergaben dann die folgenden Ergebnisse:

  Fazit des Tests ist, dass ein abgelaufener Sensor nicht mehr  verwendet werden sollte.

Frank

Wohngruppe Typ-1-Diabetiker und deren Partner


In der Zeitschrift INSULINER und in anderen Medien habe ich wiederholt ältere

Typ-1-Diabetiker und deren Partner gesucht, die in einer Wohngemeinschaft leben möchten. Jetzt ist die Entscheidung gefallen, dass wir uns als sehr kleine Gruppe der Wohn-Genossenschaft Gemeinsam ins Alter Schwalmstadt anschließen.
Ich bitte Sie daher, Ihnen bekannte Typ-1-Diabetiker auf dieses Projekt hinzuweisen.
Der Einzugstermin ist im September 2021 und ich würde mich sehr freuen, wenn noch
weitere Insuliner dabei wären. Informationen dazu finden Sie im in dem unserem Flyer und unter http://gemeinsaminsalter-schwalmstadt.de
Alle, die sich ein gemeinschaftliches Wohnen vorstellen können, bereits erfahren haben, dass der Austausch mit vertrauten Typ-1-Diabetikern im Alltag entlastend und hilfreich ist und uns kennenlernen möchten, laden wir ein

am 13. März 2020
um 17 Uhr
ins Haus für Gemeinschaftspflege, Burggasse 7, 34613 Schwalmstadt-Treysa
vom Bahnhof aus in 5 Minuten fußläufig zu erreichen.

Wir bitten um eine kurze Anmeldung.

Mit freundlichen Grüßen
Sissi Kuhn-Prinz
Vor dem Dickenhahn 25
02661 917 66 44
Mail: sissi.kp(at)outlook.de

Weitere Infos:

Flyer-Typ1-Wohngemeinschaft
Einladung Treysa 13.3.20 (pdf)
Brief Einladung Treysa
Wohn-Genossenschaft Gemeinsam ins Alter Schwalmstadt

Insulinertreffen 2019 – Arbeitsgruppe: DIY – Closed Loop

DIY – Closed Loop – Do it yourself Closed Loop

  • ca. 15 Teilnehmer – Vorstellung des DIY – Closed loop durch Susanne – hat Selbstbauapp, die mittels Sensorwerten vom Handy aus die Pumpe eigenständig steuert – einzelne Komponenten, die für einen solchen Loop notwendig sind, wurden vorgestellt
  • Selbstbauloop und die neusten Medtronicpumpenmodelle 640G und 670 G haben die Teilnehmer verglichen, die 670 G ist erst wenige Wochen in Deutschland auf dem Markt
  • Fazit: Selbstbauloop ist nur in Eigenverantwortung und Eigeninitiative möglich, zeitlicher Aufwand muss eingeplant werden, technische Voraussetzungen müssen stimmen, im Internet gibt es dazu viele Informationen

Susanne K.

Insulinertreffen 2019 – Arbeitsgruppe: Schlafapnoe

Schlafapnoe

6 Teilnehmer des Insulinertreffens 2019 haben sich über das Thema „Schlafapnoe“ ausgetauscht. Schnarchen allein, ist kein Hinweis auf eine Schlafapnoe. Weitere typische Symptome einer Schlafapnoe sind Tagesmüdigkeit, Sekundenschlaf, Konzentrationsschwäche, Leistungsminderung, depressive Verstimmungen, Depression.

Bei der Schlafapnoe kommt es zum Verschluss der Atemwege aufgrund von erschlafftem Mund- und Rachengewebe oder durch das Zurückfallen der Zunge in den Rachenraum.

Diagnostiziert wird die Schlafapnoe durch den HNO- und/oder Lungenfacharzt. Die Einstellung der Therapie erfolgt im Schlaflabor. Eine jährliche Kontrolle überprüft die Therapieparameter.

Die Schlafapnoe wird bei den Teilnehmern mittels der CPAP-Therapie oder der Unterkiefer-Protusionsschiene behandelt. Einige Teilnehmer hatten ähnliche Symptome wie bei einer Schlafapnoe in Verbindung mit einer Verschiebung des Tag-/Nachtrhythmus, ohne dass eine Schlafapnoe diagnostiziert wurde.

Bei der CPAP-Therapie wird die Raumluft durch ein Gerät Überdruck mittels einer Überdruckbeatmungsmaske auf die Atemwege gegeben, um so den Verschluss der Atemwege zu verhindern. Überdruckbeatmungsmasken gibt es als Nasen-, Nasen und Mund- oder Full-Face-Masken. Jeder muss hier seine individuelle Maskenart herausfinden. Auch die Höhe des erforderlichen Drucks muss individuell im Schlaflabor festgelegt werden.

Bei der Unterkiefer-Protrusionsschiene wird der Unterkiefer mittels zweier Schienen für  Ober- und Unterkiefer, die mit einem Steg/Gestänge verbunden sind, nach vorne verschoben und in Position gehalten. Das führt dazu, dass die Zunge nicht in den Rachenraum zurückfallen kann und somit den Rachen nicht verlegen kann.

Eine weitere Therapie kann eine Schlafapnoe-OP sein. Bei der OP wird der Rachenraum vergrößert, indem das erschlaffte Gewebe im Mund- und Rachenraum entfernt oder gestrafft wird. Manchmal ist auch anatomisch ein viel zu kleiner Mund- und Rachenraum vorhanden, der durch die OP vergrößert wird.

Alle Therapieformen haben ihre Berechtigung. Die CPAP-Therapie ist die Standardtherapie. Eine OP wird übernommen, wenn dadurch eine Maskentherapie unnötig wird. Die Unterkieferprotrusionsschiene ist noch keine Kassenleistung. Einige Krankenkassen übernehmen jedoch bereits diese Leistung freiwillig oder durch Aufnahme der Leistung in die Satzung. Bei Maskenunverträglichkeit und Maskenintoleranz wird die Therapie u.U. von den Krankenkassen übernommen, manchmal jedoch erst auf dem Klageweg.

Die Kombination von Schlafapnoe mit nächtlichem Zähneknirschen und Mundatmung führt in der Regel zu Zahnschäden. Aufgrund der Mundatmung muss bei einer Nasenpolster- oder Nasenkissenmaske oftmals ein Kinnband genutzt werden, damit der Luftdruck nicht über den Mund entweichen kann. Der Druck des Kinnbandes wiederum verstärkt die Zahnschäden, die durch das Zähneknirschen entstehen, da Ober- und Unterkiefer aufeinander gepresst werden.

Ute

ute(at)wir-insuliner.de

Insulinertreffen 2019 – Arbeitsgruppe: Insulinpumpen

Insulinpumpen

Wir waren 16 Personen mit folgenden Pumpen:

  • Spirit Combo: 8
  • Medtronic 640G: 5
  • Animas: 1
  • Dana RS: 1
  • Medtronic 511: 1

Jeder hat sich mit seinem System vorgestellt. Viele dieser Pumpenträger benutzen ihre Pumpe schon länger als vier Jahre.

Es wurden Probleme beim Einstellen der Pumpen besprochen. Falsche Einstellungen passieren doch leider öfters. Bei Sauna und Pumpe sollte kein Insulin nachträglich gegeben werden, doch bei einigen gab es damit keine Probleme. Der Sensor Freestyle Libre sollte beim Saunagang zusätzlich abgeklebt werden. Die meisten haben beim Saunagang die Pumpe abgelegt.

Das CGM-System Enlite kann wenigstens 1 mal verlängert werden. Mit dem Nachfolge CGM-System Guardian Sensor 3 gibt es noch zu wenig Erfahrungen.

Die Patch Pumpen waren auch ein Thema. Sie sind für geringen Insulinbedarf ideal. Das Piepen der ausgedienten Patch Pumpe stört jedoch. Außerdem wird hier ein komplettes System mit Elektronik entsorgt – „Hallo Greta“.

Hans

Insulinertreffen 2019 – Arbeitsgruppe: CGM-Systeme

CGM-Systeme

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verwenden (im folgenden gemeinsam als TN bezeichnet) – soweit CGM in Gebrauch ist – die Systeme Medtronic, Dexcom, Eversense und Freestyle (siehe zu FSL den Bericht vom eigenen Arbeitskreis).

Dexcom:

  • Genehmigung: Die Anforderungen an die Bewilligung waren unterschiedlich waren:  Während für die Genehmigung des G5 meist die Vorlage eines Diebetiker-Tagebuchs erforderlich war, wurde der anschließende Wechsel auf das neuere G6 in der Regel un­problematisch genehmigt.
  • Modelle: Derzeit ausgegeben wird noch der Dexcom G6.
  • Laufzeit: 10 Tage
  • Kalibrierung; In der Regel wird eine Kalibrierung nicht empfohlen; es sei denn, die Abweichung zwischen realen Werten und Sensorwerten beträgt 30% oder mehr. Ansonsten kann laut Support die Kalibrierung den Sensor durcheinanderbringen.
  • Probleme macht gelegentlich, dass der akustische untere – 55er – Alarm nur durch Tastendruck zu beenden, aber nicht komplett abschaltbar ist.

Eversense:

  • Besonderheit: Der Sensor wird operativ eingesetzt und alle 6 Monate ausgetauscht. Nur der Transmitter wird – derzeit erfahrungsgemäß ca. alle 2 Tage – aufgeladen und wieder mit Pflaster angeklebt.
  • Kalibrierung: 2x täglich erforderlich, aber sie kann auch durch Bestätigung des vom System vorgeschlagenen BZ-Wertes erfolgen.  (M.E:  Das geht ja bei der Medtronic 640G  auch durch die manuelle Eingabe eines Wertes notfalls ähnlich, ist aber i.d.R. nicht hilfreich, da bestehende Ungenauigkeiten bleiben).
  • Pflasterprobleme: nicht bekannt

Medtronic:

  • Modelle: Derzeit bei den TN vorhanden ist das Modell 640G (= Pumpe) mit Sensorsystem G2. Die Ausgabe des G2 ist aber ausgelaufen. Das neuere Modell G3 hat noch keiner der TN in Anwendung, da auch i.d.R. erst die alten G3-Sensoren des Nutzers verbraucht werden sollen. Unterschied G3 ggü. G2 ist eine andere Laufzeit (7 statt 6 Tagen) und nach Angaben des Herstellers grundsätzlich auch eine größere Genauigkeit des G3.
  • Antragsverfahren: Meist müssen Diabetiker-Tagebuch-Aufzeichnungen über 4-6 Wochen vorgelegt werden, die vereinzelt auch sehr genau geprüft werden.
  • Problem Genauigkeit:
    • Bei G2 gibt es nur sehr vereinzelt erhebliche Abweichungen zwischen Blutzuckerwerten und von der Pumpe angezeigten Werten (niedrig gegen hoch). Gewisse Abweichungen ergeben sich bei schwankenden Werten schon daraus, dass der der Gewebeflüssigkeit entnommene Wert ggü. dem BZ-Wert systembedingt ca. 15 Min. zeitverzögert ist.
    • Sehr große Abweichungen können sich dann ergeben, wenn es nach Unterzuckerung eine Gegenregulation des Körpers gibt und die Pumpe noch den Unterzuckerungs­wert anzeigt, das Messgerät aber den durch die Gegenregulation kurzzeitig hoch­geschos­senen aktuellen BZ-Wert. Oft sind die Anzeigen später wieder realistisch.
    • (Tritt dies häufiger auf, stellt sich nach meiner Ansicht  die Frage, ob der untere Ab­schaltwert der Pumpe generell oder in bestimmten Situationen wie z.B. beim Sport angehoben werden soll, um die Unterzuckerungen zu vermeiden.)
    • Bei G3 soll die Genauigkeit am ersten Tag ein großes Problem sein.
  • Problem Pflasterallergie: Probleme gibt es vereinzelt beim Klebepflaster des Sensors. Hiergegen wird empfohlen, entweder a) auf die vorherige Verwendung eines Desinfektionsmittels (nach normaler Körperreinigung) zu verzichten oder b) vor dem Setzen des Sensors das Desinfektionsmittel vollständig abtrocknen zu lassen (letzteres empfiehlt sich m.E. immer, d.h. auch beim Setzen der Nadel, um die maximale Wirkung der Desinfektion zu erzielen). M.E. kann es – z.B. bei nachhaltiger sportlicher Betätigung im Sommer – empfehlenswert sein, mit der Nagelschere im Sensorpflaster unterhalb des Sensors ein paar Luftlöcher anzubringen.

Ausblicke:

  • Bei neuen Systemen (z.B. bei der Medtronic 670G) werden erhebliche Fortschritte in Richtung LOOP erwartet, d.h. die Insulinsteuerung könnte über eine reine Abschaltfunktion bei Unterzuckerung hinausgehen.

Karl

Insulinertreffen 2019 – Arbeitsgruppe: Depression

Depression

  • Tageslichtlampe kann hilfreich sein, denn sie imitiert das Sonnenlicht.
  • Zettel z.B. an einen Spiegel hängen und positive Gedanken darauf schreiben, um das Unterbewusstsein zu beeinflussen (Präventivmaßnahme)
  • Eine Depression kann von innen (= genetisch, es fehlen Botenstoffe) oder von außen (z.B. Nachricht von einer schlimmen Erkrankung) kommen.
  • Fatigue-Syndrom = chronische Müdigkeit
  • Frühkindlicher Diabetes kann schon der Anfang einer Depression sein: Man will die Eltern nicht durch Therapiefehler enttäuschen und man muss immer stark sein. Das kostet viel Kraft; mal richtig losheulen baut Druck ab.
  • Vitamin D-Spiegel überprüfen lassen

Cordula

Insulinertreffen 2019 – Pilzwanderung

Pilzwanderung Insulinertreffen Helmstedt 2019 – (C) beim Autor des Beitrags

Bei unserem kleinen Waldspaziergang  haben wir folgende Pilze entdeckt:
Die Wiesenchampignons standen direkt auf der Wiese zu den Häusern Berlin und Weimar. Dann sahen wir im Wald zuerst die Tintlinge, jung schmecken sie sehr gut. Der Tintling ist aber ein empfindlicher Pilz, der leicht anfängt zu blauen. Wenn dieser Pilz etwas älter wird, sieht es aus, als ob Tinte heraus läuft; dieser Pilzsaft ist früher auch als Tinte benutzt worden. Dann haben wir kleine weiße Flaschenboviste entdeckt. Wie jeder Pilz sind sie nur im jungen Zustand gut verträglich, denn dann sind sie noch fest und rein weiß. Wenn sie älter werden, sind sie weich und man kann den Pilz eindrücken. Wenn man den Flaschenbovist anschneidet und er von innen dunkel ist, heißt es wegwerfen. Als letztes haben wir noch einen schönen großen Parasol entdeckt. Dieser Pilz schmeckt sehr gut , wenn der Pilzhut wie ein Schnitzel in der Pfanne gebraten wird.

Petra

Insulinertreffen 2019 – Arbeitsgruppe: Insuline Fiasp, Humalog und Tresiba

Insuline Fiasp, Humalog und Tresiba

An der Gruppe haben ca. 25 Insuliner teilgenommen. Im Vordergrund stand der Vergleich zwischen Fiasp und Humalog sowie die Nutzung des Tresiba als Basalinsulin unter ICT.

Die anwesenden Insuliner, die bereits von Humalog auf Fiasp gewechselt hatten, waren einstimmig der Ansicht, dass Fiasp schneller anflutet als Humalog. Alle Fiasp-Nutzer stellten allerdings auch wiederum einstimmig fest, dass Fiasp im Vergleich mit Humalog im Gegensatz zu den Versprechungen des Herstellers nicht kürzer wirkt.

Einige Anwender hatten testweise ihre Pumpen mit Fiasp statt mit Humalog gefüllt. Etwa die Hälfte hat gute Erfahrungen damit gemacht, etwa die Hälfte konnte keine Veränderung feststellen..

Zwei der anwesenden ICT-Insuliner haben ihr bisher verwendetes Basalinsulin (einmal Insuman Basal, einmal Toujeo) auf Tresiba umgestellt. Beide berichten vor allem nachts von einem deutlich besser verlaufenden BZ ohne Hypoglykämien bei gleichzeitg besseren Nüchternwerten. Als weiterer Vorteil wurde die lange Wirkdauer des Tresiba genannt. Hierdurch entstehen Überlappungen im Wirkungsverlauf, die dazu führen, dass Tresiba nicht unbedingt zwingend zur gleichen Uhrzeit injiziert werden muss. Als Nachteil wurde genannt, dass bei sehr ausdauernder sportlicher Tätigkeit (z.B. Fahrradtour) eine Absenkung des Basalinsulins aufgrund der langen Wirkdauer nicht zielführend ist. In diesem Fall kann nur dagegen angegessen werden.

Frank

Insulinertreffen 2019 – Arbeitsgruppe: Eisenmangel und falscher HB1C

Eisenmangel und falscher HB1C

Letzte Zeit habe ich durch Vergleiche von meinem guten HB1C von 6,6 mit den Durchschnittswerten von meinem CGM Systen festgestellt, dass der HB1C eher 7,7 sein müsste. Ich weiß seit einigen Jahren, dass ich immer wieder eine Eisenmangel habe, meine HB, Ferrit Werte und die Erythrozyten sind zu niedrig.

Verschiedene Studien zu diesem Thema sagen, dass Menschen mit einem Eisenmagel falsch zu hohe HB1C Werte haben, während andere davon sprechen, dass Menschen mit einer Anämie falsch zu niedrige HB1C Werte haben. Die Begründung bei den zu hohen Werten ist, dass bei einem Eisenmangel und einer Eisenmangelanämie die Lebenszeit der roten Blutkörperchen verlängert wird. Während die andere Theorie meint, bei Typ2 Diabetikern festzustellen, dass der HB1C falsch zu niedrig ist, weil die roten Blutkörperchen durch die Verzuckerung zu früh absterben, also nicht 3 Monate alt werden und das wiederum zu einem Eisenmangel führen kann.

Meine Ärzte kontrollieren seit Jahren immer wieder meinen Darm auf Blutverlust. Ein Eisenmagel kann auf einen Blutverlust hindeuten, einen Tumor im Darm oder einen Morbus Crohn. Ein Eisenmangel kann auch auf Nierenprobleme hinweisen, weil nicht genügend neue rote Blutkörperchen erzeugt werden. Als Diabetiker sollten wir bei einem Eisenmangel die Nierenwerte im Auge behalten. Bei einem Eisenmangel sollte man auch das Herz im Auge behalten. Eisenmangel ist eine der häufigsten Ursachen für eine Herzinsuffzienz.

Petra

Insulinertreffen 2019 – Arbeitsgruppe: Hypertonie

Hypertonie

In der Gesprächsrunde habe ich über die Behandlungsmöglichkeit mit einem Barorezeptorstimulator für eine schwere therapierefraktäre arterielle Hypertonie berichtet. Wichtig waren mir folgende Punkte:

Diese Behandlung erfordert eine OP, bei der der Stimulator an der Halsschlagader am Carotisbogen, wo sich die Barorezeptoren befinden, befestigt wird und der Impulsgeber unterhalb des Schlüsselbeines, dort wo sich auch ein Herzschrittmacher befinden kann, implantiert wird.

Um zu so einer Behandlung zu kommen, muss der Blutdruck mit mindestens 3 verschiedenen Antihypertensiva und einem Diuretikum behandelt werden und keine ausreichende Wirkung erzielt haben. Ich habe berichtet, dass ich vor meiner Implantation elf verschiedene blutdrucksenkende Medikamente, einschließlich eines Ausnahmemedikaments, einnahm, ohne eine ausreichende Drucksenkung zu erreichen.

Bei den meisten Menschen, bei denen der Blutdruck mit einem Barorezeptorstimulator gesenkt wird, kann eine Blutdrucksenkung von 30 mmHg erreicht werden. Bei ca. 25% funktioniert das aber nicht.

Nach der Implantation sind vierteljährliche Kontrollen und Optimierungen der Einstellung erforderlich. Der Impulsgeber muss ca. alle 3 Jahre durch eine OP getauscht werden.

Bei mir funktioniert diese Behandlung gut. Ich konnte schon einige Medikamente absetzen oder reduzieren. Meine Lebensqualität hat sich wesentlich gebessert.

Michael

Eindrücke von der Sommerfreizeit 2019 Westgroßefehn

(*) Copyright Ronald Volkmann

Wohngemeinschaft für Typ-1-Diabetiker und deren Partner

Für die Verwirklichung unserer Wohngemeinschaft für Typ-1-Diabetiker und deren Partner suchen wir weitere künftige Mitbewohner. Um uns näher kennenzulernen und weiter zu planen, treffen wir uns am 26. Oktober, 30. November und am 28. Dezember 2019 und freuen uns auf Anmeldungen. In dieser WG wollen wir uns bei der individuellen Diabetestherapie gegenseitig unterstützen. Das bedeutet, dass wir die lebensnotwendige Insulintherapie, die Beachtung einiger Ernährungs- und Bewegungsregeln und die Auswirkung zusätzlicher Medikamente nicht täglich neu erklären und durchsetzen müssen, aber auch mit Notfallsituationen umzugehen wissen. Im gegenseitigen Vertrauen wollen wir einen beruhigenden Rahmen für das Älterwerden mit den Anforderungen des Diabetes schaffen. Natürlich werden wir die ganz persönlichen handwerklichen, künstlerischen, hauswirtschaftlichen und sportlichen Fähigkeiten ebenso gut pflegen. Und bei Bedarf werden wir kompetentes, speziell ausgebildetes Personal engagieren. Bis zum nächsten Treffen klären wir, wo wir die Wohngemeinschaft für Typ-1-Diabetiker mit unseren Partnern verwirklichen können.

Auf Ihre Anmeldung freuen sich:

Sissi Kuhn-Prinz, 0171 37 35 990 , sissi.kp(at)outlook.de

Heiner Schultes, 022 56 14 14, heiner.schultes(at)web.de

Mein dritter Eversense Sensor…

… lebt noch, wir sind jetzt bei Tag 111 angekommen, so lange hat noch keiner gehalten. Allerdings habe ich eine Urlaubserfahrung gemacht. Ich war für drei Wochen in Indien, an meinen 2. Tag bin ich für 15 Minuten in den Swimmingpool gegangen, mit dem Transmitter. Laut Bedienungsanleitung ist das System bis max. 30 Minuten und einer Wassertiefe von 1 Meter geeignet. Mein Transmitter war es nicht, ich habe ihn ersäuft und trotz 2 Wochen Reisbad (zum Trocknen) ging er nicht mehr. Gott sei Dank hatte ich ausreichend Messstäbchen dabei. Zurück in Deutschland habe ich den Transmitter reklamiert und ohne Probleme ersetzt bekommen.

Petra

Abbott ersetzt Sensor nach MRT-Untersuchung

Aufgrund einer plötzlich nötigen und daher im Voraus nicht planbaren MRT-Untersuchung musste ich meinen FreeStyleLibre Sensor (FSL), der noch neun Tage Restlaufzeit hatte, entfernen. Zu meiner großen Überraschung sagte mir die radiologische Assistentin, ich könne bei Abbott anrufen und um Ersatz bitten. Ich war erstaunt, dass sie die Firma überhaupt kannte. Tatsächlich stellte sich bei dem Telefongespräch mit der Firma Abbott heraus, dass ein Sensor ersetzt wird, sofern die MRT-Untersuchung nicht planbar ist, sondern adhoc passieren muss. Ich bin um Rücksendung des entfernten Sensors gebeten worden. Dies war mir nicht möglich, da ich ihn im Krankenhaus in den Mülleimer geworfen hatte. Ich empfehle daher, den entfernten Sensor aufzubewahren und zurück zu senden.
Ersatzweise kann man die Seriennummer des weggeworfenen Sensors im Lesegerät nachsehen und bei Abbott angeben.

Frank

Insuman Rapid U40 eingestellt

Da meine Versandapotheke mich informierte, dass Insuman Rapid 40I.E/ml vorübergehend nicht lieferbar sei, wurde ich misstrauisch. So habe ich mich durch die Sanovis Hotline gewartet. Ergebnis: Die Herstellung des Insulins Insuman Rapid 40I.E/ml ist eingestellt. Begründung: Die Verwechslungsgefahr mit U100.

Das war es dann wohl mit U40 Insulin oder kennt jemand noch einen Weg, dieses besorgen zu können?

Rainer, senor123(at)web.de

APP für Smartphones für das FreestyleLibre 2 (FSL 2) ist da

Ich habe gestern zufällig auf der Homepage vom FreestyleLibre gesehen, dass inzwischen die APP für Smartphones für das FSL 2 freigegeben ist:

Ich hatte mich schon gewundert, dass meine APP ein automatisches Update bekommen hatte und die Anzeige danach geringfügig aufgepeppt war, obwohl ich noch nicht auf FSL 2 umgestiegen bin. Jetzt bin ich mal gespannt, ob ich bei der nächsten Lieferung, die Anfang/Mitte Mai kommen müsste, automatisch auf FSL 2 umgestellt werde, so wie es auf der Homepage angekündigt wird.

Außerdem gibt es eine aktualisierte Liste – Stand 1.4.2019 – als pdf zum Download über alle Krankenkassen, die die Kosten für FSL und FSL 2 übernehmen:

Ein regelmäßiger Blick auf die Seite lohnt sich also.

Rita

Anpassung der Insulindosis bei Cortison

Ich habe einen Link für die Anpassung der Insulindosis bei Cortison nach dem Regelwerk
von Dr. med. Bernhard Teupe, Bad Mergentheim entdeckt:
http://www.alexeberth.bplaced.net/wordpress/insulindosisanpassung-bei-cortison/
Die App auf der Webseite berechnet, wieviel Insulin man je nach Cortisonmedikament und
Menge zusätzlich spritzen muss.

Petra

Rechtlicher Hinweis: Wir bitten alle Informationen, die zu Therapieänderungen führen könnten, zunächst mit dem jeweiligen Behandler abzusprechen. Für entstehende Schäden – gesundheitlicher oder sonstiger Art – übernehmen wir keine Haftung! (s. auch Impressum)

Neria Katheter

Als langjährige Neria-Katheter-Nutzerin bin ich entrüstet darüber, dass nun die Katheter (Stahl, nicht abkoppelbar) nicht mehr klar und durchsichtig, sondern matt und nahezu undurchsichtig sind!

Wie kann dieses sein?
Luftblasen sind beim Befüllen mit Insulin kaum noch sichtbar! Bei schon wenigen Millimetern Luftblasen bedeutet dieses einen Insulinmangel. Die kontinuierliche Insulinzufuhr ist somit nicht mehr gewährleistet und führt zu schweren Stoffwechselentgleisungen!

Wie kann der Katheter derart verändert werden, ohne dass z. B. Großhändler – bei mir z. B. Diashop – nicht über die Veränderungen informiert wurden?

Für mich als Typ1-Diabetikerin ist dieses, sollte es nicht kurzfristig wieder geändert werden, leider ein Grund, mich von „meinem“ Katheter zu verabschieden. Mir ist meine stabile Stoffwechsellage wichtig.

Bei meiner vorletzten Lieferung des Quartalsbedarfs an Kathetern war eine Packung des matten Katheters dabei – das habe ich als Fehlproduktion angesehen. Bei meiner jetzigen Lieferung fiel es mir dann auf, dass ALLE Katheter nun nicht mehr durchsichtig sind. Ärgerlich auch für meine Krankenkasse!

Birgit

Blutzuckerprofil von einem Nichtdiabetiker

Wer schon immer mal wissen wollte, wie denn eigentlich die Blutzuckerwerte bei einem Nichtdiabetiker verlaufen und wie die daraus entstehenden Tagesmuster dann aussehen, für den habe ich eine passende PDF-Datei angefertigt. Wie ist es dazu gekommen? Obwohl ich noch vier FreeStyle Libre Sensoren (FSL) zur Verfügung hatte, wurde ich bereits vor einigen Wochen zu meiner großen Überraschung von Abbott mit den FreeStyle Libre 2 Sensoren (FSL2) beliefert. Zeitgleich kam auch eine Mail, dass die Kostenübernahme mit meiner Krankenkasse (DAK) geklärt sei. Ich habe mittlerweile den FSL2 im aktiven Einsatz und bin restlos begeistert, insbesondere die Warnmeldungen in der Nacht sind einfach nur himmlisch. Was also tun mit den alten FSL? Zunächst war mein Plan, sie einfach aufzubrauchen. Der Vorteil des FSL2 durch die Alarme ist aber so dermaßen riesig, dass ich die restlichen FSL erst im Urlaub im Sommer benutzen werde.

Nun hat meine Frau schon seit längerer Zeit Angst vor Diabetes Typ 2. Diese latente Angst wird hervorgerufen zum einen durch leichtes Übergewicht, zum anderen durch genetische Vorbelastung durch den Typ 2 ihrer eigenen Mutter. Also habe ich kurzerhand einen der alten FSL an ihren Arm gesteckt, und herausgekommen ist die in der PDF-Datei ersichtliche Kurve. Ich war sehr überrascht über die niedrigen Werte. Wir haben aber tatsächlich alles ausprobiert – von Saft über Gummibärchen über Lakritz bis Eis eigentlich alles, was sonst bei uns Süßen schnell geht – und wie man sieht, ist davon nichts zu merken. Sehr interessant fand ich auch die Absenkung zwischen 02:00 und 06:00 Uhr. Die 16 Ereignisse mit niedrigem Glukosewert resultieren übrigens aus den von mir unverändert übernommenen Zieleinstellungen 70-140 mg/dl. Offensichtlich regelt der gesunde Körper zumindest nachts bis auf 50 mg/dl herunter, ohne dass er damit Hypo-Symptome erzeugt. Vielleicht sollte man in diesem Zusammenhang nochmal die unteren Zielwerte neu bewerten. Der Glukosedurchschnitt von 84 mg/dl würde übrigens rechnerisch nach Formel einen HBA1c von 5,1% ergeben und nicht 4,6%. Das deckt sich auch mit meiner Erfahrung, dass der HBA1c beim Arzt immer 0,5% höher als der vom FSL errechnete ist.

Frank

Ergänzung der Redaktion:
Der Gesunde hat bei einem so niedrigen Blutzucker unter 60 mg/dl kein Insulin mehr im Blut bzw. kann seinen Insulinspiegel in kürzester Zeit auf Null senken. Ohne Insulin im Blut fängt die Leber an, Zucker im Blut frei zu setzen. Dann steigt der Blutzucker wieder und es wird auch wieder Insulin ausgeschüttet. So kann der Gesunde den Blutzucker in der Nacht konstant niedrig halten, ohne dass etwas passiert. Der Diabetiker hat bei solchen Blutzuckerwerten unter 60 mg/dl meist einen relativ hohen Insulinspiegel im Blut, der die Hypo ja ausgelöst hat. Und der kann in der Regel vom Körper nicht schnell auf Null gesenkt werden, weil von dem subkutan gegebenen Insulin auf Grund der Zeitverzögerung zwischen Injektion und Wirkung ständig noch etwas in die Blutbahn einperlt. Also schüttet die Leber keinen Zucker aus. Der Körper versucht nun über andere Wege den Zucker wieder hoch zu bekommen. Er schüttet (hoffentlich) Glugakon und Adrenalin aus, was die Hypo-Symptome macht. Deshalb kann man als Diabetiker nachts keine Werte um 50 mg/dl haben, ohne Probleme zu bekommen. Da unterscheidet sich der Gesunde eben ganz klar vom Diabetiker.

 

Neuer Eversense XL Sensor macht nach gut 3 Monaten schlapp – Teil 3

Ich habe wohl richtig Pech. Nach 59 Tagen, am Dienstag, 12.02.2019, überraschte mich mein Eversense XL Sensor morgens mit der Nachricht, dass ich zum Arzt gehen und den Sensor tauschen soll. Also habe ich Firma Roche angerufen und mir wieder einen Austausch des Sensors bestätigen lassen. Die Praxis soll nur das Bestellfax schicken, dann wäre der Sensor am nächsten Tag da. Erstmal meinen Diabetologen in Offenbach angerufen, der den ersten Sensor gesetzt hatte, aber dort würde ich erst Ende März, Anfang April einen Termin bekommen.

Bild 1 – Copyright beim Autor
Bild 2 – Copyright beim Autor

Das war mir zu spät. Also den Diabetologen in Marburg angerufen, der den letzten Austausch gemacht hat, sofort für Freitag den Termin für den Austausch gemacht. Das ging dann auch problemlos. Neuer Sensor rein, alter Sensor raus. Nach 30 Minuten alles überstanden. Allerdings war das Entfernen eine blutige Angelegenheit, das Blut spritzte dem Doc auf sein Lieblingshemd und mir lief es über den Rücken. Auf den Bildern seht Ihr ein rotes Kreuz, darunter befindet sich der neue Sensor, das blutige Pflaster klebt über der Wunde des entfernten Sensors.

Ich hoffe, aller guten Dinge sind drei und diesmal hält der Sensor die angepriesenen 180 Tage durch. Die Hoffnung stirbt ja zuletzt – wenn es wieder nicht funktioniert, werde ich wohl das System wechseln.

Petra

Erste Erfahrungen mit dem FSL 2

Meine persönlichen Erfahrungen:
Durch meine Arbeit in einer diabetologischen Schwerpunktpraxis hatte ich die Möglichkeit, die 2. Generation des Freestyle Libre mit integrierten Alarmen zu testen. Meine Jahresverordnung für das bisherige System ohne Alarme läuft noch bis Ende August 2019.
Positiv zu bewerten sind die sehr genauen Glucosewerte, es gab kaum Abweichungen gegenüber dem Laborgerät „Hemocue Glucose“ sowie dem integrierten Blutzuckermessgerät „Freestyle Precision“. Die Alarme können individuell eingestellt werden, entweder mit einem akustischen Signal, einem Vibrationsalarm oder beides zusammen. Der „Niedrig-Alarm“ ist einstellbar zwischen 60 und 100 mg/dl, der „Hoch-Alarm“ zwischen 120 und 400 mg/dl.
Leider gibt es für mich zwei ganz erhebliche Nachteile:
1. Das Scannen mit dem Smartphone über NFC ist nicht mehr möglich. Wahrscheinlich wurde der NFC Chip ausgetauscht für einen Bluetooth Chip.
2. Man erhält immer nur einen Alarm pro Episode. Das bedeutet: wenn man einen Hypoalarm bekommt, man dagegen etwas unternimmt, aber der Glucosewert, aus welchem Grund auch immer, nicht wesentlich ansteigt oder sogar weiter fällt (z. B. nach Ausdauersport), gibt es keinen weiteren Alarm. Erst wenn man den eingestellten Wert übersteigt und es danach wieder zu einer Hypo kommt, gibt es erst wieder einen Alarm. Das gilt auch für Hyperglykämien.
Das ist eben der große Unterschied zum CGM. Seit Juni 2018 nutze ich den Freestyle Libre Aufsatz „Blucon“ mit der Xdrip plus App sowie einer Smartwatch, sodass ich aus dem FGM ein CGM zusammengestellt habe. Diese Kombination werde ich wahrscheinlich für den Libre 2 nicht mehr nutzen können aufgrund der fehlenden NFC -Möglichkeit (wenn ich das mit meinem laienhaften technischen Verständnis richtig beurteile).
Dass bei einem Alarm kein Wert angezeigt wird und man, um diesen zu erhalten, erst scannen muss, finde ich nicht tragisch.
So hoffe ich jetzt auf die schlauen Diabetiker-Programmierer-Köpfe, dass demnächst auch für den Libre 2 eine App zur Verfügung steht oder dass zumindest Abbott eine neue LibreLink-App erstellt, mit der man den Freestyle Libre 2 nutzen kann.

Ulla, grisse(at)freenet.de

Alte Insuliner-Ausgaben

Ich komme aus Österreich und bin erst im Januar über eure Zeitschrift INSULINER gestolpert … – und hab leider feststellen müssen, dass sie eingestellt ist :-(.

Gibt es noch eine Möglichkeit, alte Ausgaben zu erwerben? Scan/Foto oder PDF von einzelnen Seiten würde mir absolut reichen… – mich würden besonders die Ausgaben von Nr. 77 bis Nr. 107 interessieren ;-).

Viktoria, fruesti3(at)hotmail.com

Enlite Sensoren vs. Hypohund

Da ich zur Zeit mit dem Umbau eines Pfarrzentrums im Schwarzwald ziemlich viel Stress habe, war ich in den letzten 2 Monaten mit dem Sensor Enlite von Medtronic gar nicht zufrieden: Am Abend war der Blutzucker ok, in der Nacht stellte sich die Pumpe 640 G automatisch ab, scheinbar war der Wert 52 mg/dl. Bei Messung blutig um 3 Uhr war der Wert aber 92 mg/dl. Nach Eichung der Pumpe schlief ich weiter. Die Pumpe stellte dennoch in der Nacht die Basalrate ab … – Mist, Technik, die nicht geht!

Was das heißt, wissen alle Pumpenträger – das Insulin fehlt und die Folgen sind wunderbar…

Messung blutig um 5:36 Uhr: 380 mg/dl.

Korrektur und Frühstück …

Das Ganze ist mir 3-mal innerhalb von zwei Wochen passiert. Seit dieser Zeit verlasse ich mich auf meinen Hund und trage den Sensor nicht mehr!

Aila May, meine Hypohündin, zeigt mir schon Hypos an, wenn die Werte noch hoch sind. Heute früh war Bausitzung. Der Blutzucker war 252 mg/dl. Ich hatte 3 KH gegessen, nach KH-Faktor gespritzt und musste durch den Tiefschnee laufen.

Die Hündin bellte im Büro, ich wartete noch 10 Minuten, der Wert ging schon auf 220 mg/dl herunter, weitere 10 Minuten später war der Wert bei 202 mg/dl. Da habe ich 1 KH Haribo genommen. Aila war ruhig und zufrieden nach der Belohnung. Nach einer Stunde war der Wert 105 mg/dl. Wenn ich nicht auf Aila gehört hätte, wäre ich im Unterzucker gelandet.

Seit ich ohne Sensor selbst mein Leben und meinen Diabetes in die Hand nehme, geht es mir besser. Technik mag ja gut sein, aber sie sollte ausgereift sein und eine Hilfe im Leben von uns Menschen sein.

Frank, frankymal(at)gmx.de

Zwei amerikanische Diabetes-Ratgeber

Für unseren „wir-insuliner“-Blog habe ich zwei amerikanische Diabetes-Ratgeber entdeckt, die beide kürzlich aktualisiert wurden.

Der erste Ratgeber von Gary Scheiner „Think like a pancreas“ (ISBN 978-0-7382-1514-3), auf deutsch „Denke wie deine Bauchspeicheldrüse“, ist ein praktischer Ratgeber, der sehr viele Themen der Diabetes-Therapie behandelt und bei Lifelong Books verlegt wurde. Gary ist Typ 1-Diabetiker, arbeitet in den USA als Diabetes-Berater und betreut hunderte von ICT- und Pumpen-Patienten. Neben Grundlagen werden in dem Buch Spezialthemen wie zum Beispiel der Einfluss von Fett auf den Blutzucker (BZ) genau behandelt. Er geht davon aus, dass Fette viel stärkeren Einfluss auf den späteren BZ-Anstieg haben als Eiweiß bzw. Proteine. Das steht im Gegensatz zur FPE-Theorie, wird allerdings ausführlich mit praktischen Erfahrungen begründet. Ich habe das mit seinem Beispiel PIZZA ausprobiert und kam, wenn ich nur eine Viertel PIZZA gegessen hatte, zum gleichen Ergebnis. Besonders der Bolus-Berechnung widmet der Autor ein eigenes Kapitel mit ausführlicher und überzeugender Darstellung. Neu war für mich sein klinischer Befund anhand von vielen in der Basalrate gut eingestellten Pumpen-Patienten, wie groß die Abhängigkeit des Bedarfs an Basal-Insulin vom Lebensalter (Kind 3-10, Jugend 11-20, Erwachsener 21-60, Ältere >60 Jahre) ist. Das Buch hat 306 Seiten und ein sehr gutes Stichwort-Verzeichnis.

Der zweite Ratgeber von Adam Brown ist ein Motivationsbuch für Diabetiker Typ 1. Sein Titel ist „Bright Spots & Landmines“ (ISBN 978-0-6928-7517-9), auf deutsch etwa „Tolle Erfahrungen & schwierige Probleme“. Adam versteht es meisterhaft zu motivieren und die Diabetes-Behandlung unter Hinweis auf viele Tipps und Tricks zu erläutern. Dieser Ratgeber ist mit zahlreichen praktischen Beispielen gefüllt, und seine Themen sind in vier Blöcke gegliedert: Essen/Ernährung, Denkweise/Motivation, Sport/Bewegung und Schlaf. Ganz richtig, auch dem gesunden Schlafverhalten ist ein eigenes kurzes Kapitel gewidmet. Besonders interessant und anregend fürs Nachprüfen war für mich die Art, wie Adam seine Mahlzeiten „komponiert“, nämlich mit wenig Kohlenhydraten, im Durchschnitt max. drei BE, und sehr viel Ballaststoffen. Dieses Buch wurde von der Stiftung „diaTribe“ verlegt und kann sogar kostenlos unter www.diaTribe.org als PDF-Datei heruntergeladen werden. Das hat den Vorteil, dass im Vergleich zum gedruckten Buch, das ich gekauft hatte, alle Darstellungen in Farbe sind.

Insgesamt habe ich in beiden Büchern sehr viel Nützliches entdeckt und dabei den amerikanischen Umgang mit Diabetes kennengelernt. Es ist toll zu merken, wie viel dort mit Motivation und Freude am gelungenen Resultat, sprich: BZ-Verlauf, erreicht werden kann. Beide Bücher sind auf amerikanische Lebensverhältnisse ausgelegt und in englischer Sprache. Das mindert allerdings nicht den Lesewert. Für mich war es die reine Lesefreude. Ich hoffe, ich habe euch Lust auf mehr gemacht.

Achim

Neuer Eversense XL Sensor macht nach gut 3 Monaten schlapp – Teil 2

Nach dem vorzeitigen Ausfall meines Eversense XL Sensors war es am 14.12.18 um 15:00 soweit, ich hatte meinen Arzttermin bei einem Diabetologen in Marburg zum Wechseln des Sensors. Nach kurzer Wartezeit wurde am rechten Oberarm nach einer örtlichen Betäubung ein kleiner Schnitt gemacht und der neue Sensor eingesetzt. Die Wunde wurde fachgerecht verbunden und nach 15 Minuten war der erste Teil der Wechselaktion abgeschlossen. Wesentlich komplizierter gestaltete sich die Entfernung des alten defekten Sensors. Die Aussage anderer Nutzer des Eversense XL Sensor, dass dieses in wenigen Minuten erledigt ist, bewahrheitete sich nicht. Der alte Sensor war mehr an der Seite des Oberarms im Fettgewebe eingesetzt worden und ließ sich nicht mehr ertasten. Anscheinend hatte er sich verschoben. Dadurch hatte ich mit diesen Sensor wohl das Problem, dass der Transmitter nur an einer winzigen Stelle Verbindung mit dem Sensor bekam, was öfters zu Verbindungsabbrüchen führte, vor allem wenn ich auf dem Arm gelegen hatte. Da der Sensor sich nicht tasten ließ, wurde er mit dem Ultraschallgerät gesucht. Die Stelle wurde auf dem Arm markiert. Im OP-Zimmer wurde alles desinfiziert und dann geschnitten. Der Arzt stocherte mir im Arm herum und konnte den Sensor nicht greifen und entfernen. Also musste ich mit offener Wunde, den OP-Werkzeugen und der Arzthelferin wieder in das Ultraschallzimmer wechseln. Dort wurde mein Arm und der Ultraschallkopf, der mit dem Arm in Berührung kommt, erneut desinfiziert. Der Arzt konnte dann unter Ultraschallkontrolle mit der Pinzette zu dem Sensor navigieren und ihn schließlich entfernen. Der Arzt und seine Helferin waren dabei mit ihren Händen so beschäftigt, dass ich mit meiner freien Hand noch das Ultraschallgerät bedienen musste. Die Wunde wurde ebenfalls versorgt, und ich bekam ein Antibiotikum verordnet. Dies ist bei mir wegen meiner Hüftoperation Ende September zwingend erforderlich, damit keine Entzündung im Körper entsteht. Nun hoffe ich, dass alle Wunden gut heilen. Bisher gibt es keine Probleme. Der neue Sensor sitzt sehr gut und liefert ziemlich genaue Werte. Während der OP verriet der Arzt mir, dass er umsonst arbeitet. Das Einsetzen und auch das Entfernen der Sensoren wird nicht von der Krankenkasse bezahlt. Die Krankenkasse vertritt die Meinung, dass mit der Bezahlung des Sensors sämtliche Leistungen abgegolten sind. Auch Firma Roche zahlt dem Arzt keine Vergütung. Wollte er die 2,5 Stunden (um 17:30 bin ich gegangen) bezahlt haben, müsste er mir eine Privatrechnung stellen. Der Arzt nahm es gelassen und mit Humor. Es war anstrengend, aber der Doktor hat mich gut unterhalten, so dass ich sehr erstaunt war, wie lange es wirklich gedauert hatte.

Ich war in dieser Praxis die dritte Patientin, bei der ein defekter Sensor vorzeitig gewechselt wurde, wobei dort 10 Patienten mit einem Eversense Sensor versorgt werden. Bei mir traten in der Praxis zum ersten Mal die geschilderten Komplikationen bei der Entfernung des Sensors auf. In meiner Facebook Gruppe berichten Mitglieder öfters vom Problem, dass ein Sensor sich nicht oder nur sehr schlecht entfernen lässt. Ich hoffe, dass Firma Roche die Sensoren so überarbeitet, dass mir dieses Erlebnis einer Extraoperation künftig erspart bleibt.

Petra

Neuer Eversense XL Sensor macht nach gut 3 Monaten schlapp

Das Eversense XL CGM System von Firma Roche ist vor einigen Monaten auf den Markt gekommen. Dieses zeichnet sich dadurch aus, dass der im Oberarm implantierbare Sensor nur noch alle 6 Monate getauscht werden muss, im Gegensatz zum Vorgängermodell mit nur 3-monatiger Laufzeit. Deshalb entschloss ich mich, dieses neue System zu nutzen. Am 28.08.18 wurde mir der Sensor in einem kleinen Eingriff am linken Oberarm eingesetzt. Die Wunde verheilte sehr gut und das Pflaster wird von mir gut vertragen (siehe Bild 1).

Bild 1 – Copyright beim Autor

Die Blutzuckerwerte stimmten immer ziemlich gut mit der klassischen blutigen Kontrollmessung überein. Am 26.11.18 begrüßte mich mein Sensor früh morgens mit der Meldung, dass er nur noch 4 Tage Restlaufzeit hätte und ich einen Termin bei meinem Diabetologen für den Sensortausch vereinbaren solle (siehe Bild 2). Ich konnte es gar nicht glauben, mein Sensor war doch erst 3 Monate alt und sollte doch 6 Monate durchhalten. Erstmal habe ich schnell in der Facebook-Gruppe um Rat gefragt. Da war ich nicht die Einzige mit diesem Problem. Die Fehlermeldung wies mich wirklich auf das Ende der Laufzeit des Sensors hin. Also kontaktierte ich Firma Roche, die sich sofort bereit erklärte, den Sensor zu ersetzen, und mir auch einen Arzt in der Nähe empfahl (bin zurzeit nicht zu Hause). Den Arzt hatte ich dann nach einigen vergeblichen Anrufen nach 6 Stunden endlich erreicht. Leider war den Angestellten nicht zu vermitteln, dass der Sensor getauscht werden soll und Firma Roche die Kosten übernimmt. Die Praxis bestand auf einer Zustimmung durch die Krankenkasse.  Am nächsten Morgen bin ich dann in die Arztpraxis gefahren und konnte schließlich vor Ort alles zu meiner Zufriedenheit klären.

Bild 2 – Copyright beim Autor
Bild 3 – Copyright beim Autor

Wir haben dann für Freitag, den 14.12.18, einen Termin für den  Sensoraustausch gemacht (früher ging wegen des Urlaubs der Praxis nicht). Der Sensor funktionierte dann bis zum 03.12.18 normal. Dann wiederholte sich die Meldung, dass die Restlaufzeit nur noch 4 Tage beträgt, und am Freitag, 07.12.18, schaltete sich der Sensor um 23:55 Uhr nach 101 Tagen Laufzeit endgültig ab (siehe Bild 3). Nun warte ich auf meinen neuen Sensor und hoffe, dass der Austausch ohne Probleme funktioniert. Ich werde von dem Austausch demnächst berichten und bin gespannt, ob ich diesmal einen Sensor unter die Haut gepflanzt bekomme, der auch die versprochenen 6 Monate durchhält.

Petra

Diuretikum Hydrochlorothiazid (HCT) erhöht das Risiko für weißen Hautkrebs

Zur Behandlung meines Blutdrucks nehme ich seit einigen Jahren u.a. Hydrochlorothiazid (HCT). Heute bin ich von meinen Diabetologen darauf aufmerksam gemacht worden, dass nach Auswertungen dänischer Gesundheitsdaten bei Einnahme von HCT ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von weißem Hautkrebs besteht. Deshalb werde ich gemäß ärztlicher Empfehlung 25mg HCT künftig durch 12,5mg Hygroton (Chlorthalidon) ersetzen. Weitere Informationen findet man auf der Seite der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. Bitte nehmt erst Rücksprache mit Euren behandelnden Ärzten und setzt das Medikament HCT nicht eigenmächtig ab.

Ronny

Wir Insuliner …

… möchten gerne einen weiteren Menupunkt auf dieser Homepage einrichten: Insuliner-SHGs

Wichtig ist, dass die Selbsthilfegruppe noch real existiert und regelmäßig tagt.

Zur Veröffentlichung auf der Homepage ist eine Einverständniserklärung der Ansprechperson der jeweiligen SHG notwendig. Falls eure Gruppe unter dem zukünftigen Menupunkt „Insuliner-SHGs“ aufgeführt werden soll, schickt bitte die ausgefüllte und unterschriebene Einverständniserklärung postalisch an die im Formular angegebene Adresse. Eingescannt und per Email geht leider nicht.

Einverständniserklärung_wir-insuliner.de

Info zur Pumpe 640G von Minimed

Fehler treten auf – Handbuch hilft nicht

Am 10.10.2018 kam eine Information von Medtronic, dass eventuell meine Pumpe 640G vom Frühjahr 2018 fehlerhaft bei den Signaltönen sei. Die Funktionen sonst seien aber nicht betroffen, was sich als falsch herausstellte.

Ich habe den von Minimed/Medtronic gewünschten Test durchgeführt und der Test ergab den vermuteten Fehler.

Nachts darauf hatte ich dann nicht nur Vibration bei hohen BZ-Werten, sondern (obwohl so nicht eingestellt) auch Läuten. Früh beim Aufstehen konnte ich weder einen Bolus abgeben noch die Basalrate ändern.  Die Möglichkeiten dazu wurden auf dem Startbildschirm nicht mehr angezeigt. Stattdessen wurde „Reservoir & Set“ angezeigt.

Ich habe dann noch vor 6 Uhr Medtronic angerufen und die Servicekraft hat das Display zusammen mit mir wieder umgestellt. Das geht so:

Infusionsteil abkoppeln, Reservoir & Set aufrufen, Rücklauf durchführen, wieder Schlauch füllen bis Insulin austritt, Schlauch wieder am Körper ankoppeln und alles ist wieder wie gewohnt auf dem Startbildschirm.

Dann hat die Servicekraft mit meiner Hilfe den Fehlerspeicher ausgelesen und Fehler 63 festgestellt.

Der Test wurde nochmals durchgeführt und wieder trat Fehler 63 auf.
Am darauffolgenden Tag bekam ich eine neue Pumpe.

Vielleicht sind euch meine Informationen nicht neu. Die Servicekraft meinte allerdings, dass nicht alle Möglichkeiten und Probleme mit der Pumpe im Handbuch vermerkt sind.

Viel Spaß mit der 640G, falls ihr kein Telefon zur Hand oder keine Internetverbindung habt.

Es gab auch noch Folgeprobleme, über die ich gelegentlich berichten werde.

Jetzt, nicht ganz 2 Monate später, bekomme ich wieder eine neue Pumpe, die Alarmierung funktioniert mal wieder nicht. Ohne ein Signal abzugeben, geht die Pumpe in den Unterbrechungsmodus und nur zufällig sieht man, dass keine Basalrate mehr läuft.

Ich freue mich riesig, wieder alle Einstellungen in die neue Pumpe eintippen und alle Geräte mittels Bluetooth an die neue Pumpe anbinden zu müssen. Man kann die Einstellungen, obwohl gespeichert, nicht in eine neue Pumpe übertragen.

Und warum habe ich noch die 640G? Ja, weil es die einzige Pumpe ist, die rechtzeitig die Basalrate abschaltet (und das bis vorgestern mit Signalisierung). Ich bekomme daher kaum noch Unterzuckerungen.

Ich lobe mir die Looper – das will ich demnächst ausprobieren, geht aber nicht mit der 640G.

Wolfgang H.

Festkleben der FSL Sensoren

Bild 1 – Copyright beim Autor

Ich will euch einen kleinen Trick verraten, den ich seit einiger Zeit selbst ausprobiert habe und inzwischen bei jedem neu gesetzten Sensor nutze. Damit kann ich die FSL-Sensoren gut festkleben.

Auf dem ersten Foto seht ihr eine normale Abdeckkappe und eine präparierte Abdeckkappe, bei der ich mit einem scharfen Messer (z.B. Teppich-Cutter) den inneren Teil passend ausgeschnitten habe. Jetzt passt der Sensor in die offene Rundung. So kann ich bei jedem neu gesetzten Sensor den äußeren Teil des Sensorpflasters – zweites Foto – fest andrücken. Beim Schwimmen oder in der Sauna sind mir damit noch nie Sensoren abgefallen oder haben sich gelöst. Weitere Pflaster oder Abdeckungen sind bei mir nicht mehr nötig.

Bild 2 – Copyright beim Autor

Allerdings wäre ich dankbar für einen guten Trick und Hinweise, wie ich am besten die Klebstoffreste nach dem Abnehmen eines abgelaufenen Sensors sauber entfernen kann.

Achim A.

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