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Neuer Eversense XL Sensor macht nach gut 3 Monaten schlapp – Teil 2

Nach dem vorzeitigen Ausfall meines Eversense XL Sensors war es am 14.12.18 um 15:00 soweit, ich hatte meinen Arzttermin bei einem Diabetologen in Marburg zum Wechseln des Sensors. Nach kurzer Wartezeit wurde am rechten Oberarm nach einer örtlichen Betäubung ein kleiner Schnitt gemacht und der neue Sensor eingesetzt. Die Wunde wurde fachgerecht verbunden und nach 15 Minuten war der erste Teil der Wechselaktion abgeschlossen. Wesentlich komplizierter gestaltete sich die Entfernung des alten defekten Sensors. Die Aussage anderer Nutzer des Eversense XL Sensor, dass dieses in wenigen Minuten erledigt ist, bewahrheitete sich nicht. Der alte Sensor war mehr an der Seite des Oberarms im Fettgewebe eingesetzt worden und ließ sich nicht mehr ertasten. Anscheinend hatte er sich verschoben. Dadurch hatte ich mit diesen Sensor wohl das Problem, dass der Transmitter nur an einer winzigen Stelle Verbindung mit dem Sensor bekam, was öfters zu Verbindungsabbrüchen führte, vor allem wenn ich auf dem Arm gelegen hatte. Da der Sensor sich nicht tasten ließ, wurde er mit dem Ultraschallgerät gesucht. Die Stelle wurde auf dem Arm markiert. Im OP-Zimmer wurde alles desinfiziert und dann geschnitten. Der Arzt stocherte mir im Arm herum und konnte den Sensor nicht greifen und entfernen. Also musste ich mit offener Wunde, den OP-Werkzeugen und der Arzthelferin wieder in das Ultraschallzimmer wechseln. Dort wurde mein Arm und der Ultraschallkopf, der mit dem Arm in Berührung kommt, erneut desinfiziert. Der Arzt konnte dann unter Ultraschallkontrolle mit der Pinzette zu dem Sensor navigieren und ihn schließlich entfernen. Der Arzt und seine Helferin waren dabei mit ihren Händen so beschäftigt, dass ich mit meiner freien Hand noch das Ultraschallgerät bedienen musste. Die Wunde wurde ebenfalls versorgt, und ich bekam ein Antibiotikum verordnet. Dies ist bei mir wegen meiner Hüftoperation Ende September zwingend erforderlich, damit keine Entzündung im Körper entsteht. Nun hoffe ich, dass alle Wunden gut heilen. Bisher gibt es keine Probleme. Der neue Sensor sitzt sehr gut und liefert ziemlich genaue Werte. Während der OP verriet der Arzt mir, dass er umsonst arbeitet. Das Einsetzen und auch das Entfernen der Sensoren wird nicht von der Krankenkasse bezahlt. Die Krankenkasse vertritt die Meinung, dass mit der Bezahlung des Sensors sämtliche Leistungen abgegolten sind. Auch Firma Roche zahlt dem Arzt keine Vergütung. Wollte er die 2,5 Stunden (um 17:30 bin ich gegangen) bezahlt haben, müsste er mir eine Privatrechnung stellen. Der Arzt nahm es gelassen und mit Humor. Es war anstrengend, aber der Doktor hat mich gut unterhalten, so dass ich sehr erstaunt war, wie lange es wirklich gedauert hatte.

Ich war in dieser Praxis die dritte Patientin, bei der ein defekter Sensor vorzeitig gewechselt wurde, wobei dort 10 Patienten mit einem Eversense Sensor versorgt werden. Bei mir traten in der Praxis zum ersten Mal die geschilderten Komplikationen bei der Entfernung des Sensors auf. In meiner Facebook Gruppe berichten Mitglieder öfters vom Problem, dass ein Sensor sich nicht oder nur sehr schlecht entfernen lässt. Ich hoffe, dass Firma Roche die Sensoren so überarbeitet, dass mir dieses Erlebnis einer Extraoperation künftig erspart bleibt.

Petra

Neuer Eversense XL Sensor macht nach gut 3 Monaten schlapp

Das Eversense XL CGM System von Firma Roche ist vor einigen Monaten auf den Markt gekommen. Dieses zeichnet sich dadurch aus, dass der im Oberarm implantierbare Sensor nur noch alle 6 Monate getauscht werden muss, im Gegensatz zum Vorgängermodell mit nur 3-monatiger Laufzeit. Deshalb entschloss ich mich, dieses neue System zu nutzen. Am 28.08.18 wurde mir der Sensor in einem kleinen Eingriff am linken Oberarm eingesetzt. Die Wunde verheilte sehr gut und das Pflaster wird von mir gut vertragen (siehe Bild 1).

Bild 1 – Copyright beim Autor

Die Blutzuckerwerte stimmten immer ziemlich gut mit der klassischen blutigen Kontrollmessung überein. Am 26.11.18 begrüßte mich mein Sensor früh morgens mit der Meldung, dass er nur noch 4 Tage Restlaufzeit hätte und ich einen Termin bei meinem Diabetologen für den Sensortausch vereinbaren solle (siehe Bild 2). Ich konnte es gar nicht glauben, mein Sensor war doch erst 3 Monate alt und sollte doch 6 Monate durchhalten. Erstmal habe ich schnell in der Facebook-Gruppe um Rat gefragt. Da war ich nicht die Einzige mit diesem Problem. Die Fehlermeldung wies mich wirklich auf das Ende der Laufzeit des Sensors hin. Also kontaktierte ich Firma Roche, die sich sofort bereit erklärte, den Sensor zu ersetzen, und mir auch einen Arzt in der Nähe empfahl (bin zurzeit nicht zu Hause). Den Arzt hatte ich dann nach einigen vergeblichen Anrufen nach 6 Stunden endlich erreicht. Leider war den Angestellten nicht zu vermitteln, dass der Sensor getauscht werden soll und Firma Roche die Kosten übernimmt. Die Praxis bestand auf einer Zustimmung durch die Krankenkasse.  Am nächsten Morgen bin ich dann in die Arztpraxis gefahren und konnte schließlich vor Ort alles zu meiner Zufriedenheit klären.

Bild 2 – Copyright beim Autor
Bild 3 – Copyright beim Autor

Wir haben dann für Freitag, den 14.12.18, einen Termin für den  Sensoraustausch gemacht (früher ging wegen des Urlaubs der Praxis nicht). Der Sensor funktionierte dann bis zum 03.12.18 normal. Dann wiederholte sich die Meldung, dass die Restlaufzeit nur noch 4 Tage beträgt, und am Freitag, 07.12.18, schaltete sich der Sensor um 23:55 Uhr nach 101 Tagen Laufzeit endgültig ab (siehe Bild 3). Nun warte ich auf meinen neuen Sensor und hoffe, dass der Austausch ohne Probleme funktioniert. Ich werde von dem Austausch demnächst berichten und bin gespannt, ob ich diesmal einen Sensor unter die Haut gepflanzt bekomme, der auch die versprochenen 6 Monate durchhält.

Petra

Diuretikum Hydrochlorothiazid (HCT) erhöht das Risiko für weißen Hautkrebs

Zur Behandlung meines Blutdrucks nehme ich seit einigen Jahren u.a. Hydrochlorothiazid (HCT). Heute bin ich von meinen Diabetologen darauf aufmerksam gemacht worden, dass nach Auswertungen dänischer Gesundheitsdaten bei Einnahme von HCT ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von weißem Hautkrebs besteht. Deshalb werde ich gemäß ärztlicher Empfehlung 25mg HCT künftig durch 12,5mg Hygroton (Chlorthalidon) ersetzen. Weitere Informationen findet man auf der Seite der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. Bitte nehmt erst Rücksprache mit Euren behandelnden Ärzten und setzt das Medikament HCT nicht eigenmächtig ab.

Ronny

Wir Insuliner …

… möchten gerne einen weiteren Menupunkt auf dieser Homepage einrichten: Insuliner-SHGs

Wichtig ist, dass die Selbsthilfegruppe noch real existiert und regelmäßig tagt.

Zur Veröffentlichung auf der Homepage ist eine Einverständniserklärung der Ansprechperson der jeweiligen SHG notwendig. Falls eure Gruppe unter dem zukünftigen Menupunkt „Insuliner-SHGs“ aufgeführt werden soll, schickt bitte die ausgefüllte und unterschriebene Einverständniserklärung postalisch an die im Formular angegebene Adresse. Eingescannt und per Email geht leider nicht.

Einverständniserklärung_wir-insuliner.de

Info zur Pumpe 640G von Minimed

Fehler treten auf – Handbuch hilft nicht

Am 10.10.2018 kam eine Information von Medtronic, dass eventuell meine Pumpe 640G vom Frühjahr 2018 fehlerhaft bei den Signaltönen sei. Die Funktionen sonst seien aber nicht betroffen, was sich als falsch herausstellte.

Ich habe den von Minimed/Medtronic gewünschten Test durchgeführt und der Test ergab den vermuteten Fehler.

Nachts darauf hatte ich dann nicht nur Vibration bei hohen BZ-Werten, sondern (obwohl so nicht eingestellt) auch Läuten. Früh beim Aufstehen konnte ich weder einen Bolus abgeben noch die Basalrate ändern.  Die Möglichkeiten dazu wurden auf dem Startbildschirm nicht mehr angezeigt. Stattdessen wurde „Reservoir & Set“ angezeigt.

Ich habe dann noch vor 6 Uhr Medtronic angerufen und die Servicekraft hat das Display zusammen mit mir wieder umgestellt. Das geht so:

Infusionsteil abkoppeln, Reservoir & Set aufrufen, Rücklauf durchführen, wieder Schlauch füllen bis Insulin austritt, Schlauch wieder am Körper ankoppeln und alles ist wieder wie gewohnt auf dem Startbildschirm.

Dann hat die Servicekraft mit meiner Hilfe den Fehlerspeicher ausgelesen und Fehler 63 festgestellt.

Der Test wurde nochmals durchgeführt und wieder trat Fehler 63 auf.
Am darauffolgenden Tag bekam ich eine neue Pumpe.

Vielleicht sind euch meine Informationen nicht neu. Die Servicekraft meinte allerdings, dass nicht alle Möglichkeiten und Probleme mit der Pumpe im Handbuch vermerkt sind.

Viel Spaß mit der 640G, falls ihr kein Telefon zur Hand oder keine Internetverbindung habt.

Es gab auch noch Folgeprobleme, über die ich gelegentlich berichten werde.

Jetzt, nicht ganz 2 Monate später, bekomme ich wieder eine neue Pumpe, die Alarmierung funktioniert mal wieder nicht. Ohne ein Signal abzugeben, geht die Pumpe in den Unterbrechungsmodus und nur zufällig sieht man, dass keine Basalrate mehr läuft.

Ich freue mich riesig, wieder alle Einstellungen in die neue Pumpe eintippen und alle Geräte mittels Bluetooth an die neue Pumpe anbinden zu müssen. Man kann die Einstellungen, obwohl gespeichert, nicht in eine neue Pumpe übertragen.

Und warum habe ich noch die 640G? Ja, weil es die einzige Pumpe ist, die rechtzeitig die Basalrate abschaltet (und das bis vorgestern mit Signalisierung). Ich bekomme daher kaum noch Unterzuckerungen.

Ich lobe mir die Looper – das will ich demnächst ausprobieren, geht aber nicht mit der 640G.

Wolfgang H.

Festkleben der FSL Sensoren

Bild 1 – Copyright beim Autor

Ich will euch einen kleinen Trick verraten, den ich seit einiger Zeit selbst ausprobiert habe und inzwischen bei jedem neu gesetzten Sensor nutze. Damit kann ich die FSL-Sensoren gut festkleben.

Auf dem ersten Foto seht ihr eine normale Abdeckkappe und eine präparierte Abdeckkappe, bei der ich mit einem scharfen Messer (z.B. Teppich-Cutter) den inneren Teil passend ausgeschnitten habe. Jetzt passt der Sensor in die offene Rundung. So kann ich bei jedem neu gesetzten Sensor den äußeren Teil des Sensorpflasters – zweites Foto – fest andrücken. Beim Schwimmen oder in der Sauna sind mir damit noch nie Sensoren abgefallen oder haben sich gelöst. Weitere Pflaster oder Abdeckungen sind bei mir nicht mehr nötig.

Bild 2 – Copyright beim Autor

Allerdings wäre ich dankbar für einen guten Trick und Hinweise, wie ich am besten die Klebstoffreste nach dem Abnehmen eines abgelaufenen Sensors sauber entfernen kann.

Achim A.

Kontakt zu Achim über das Redaktionsteam: redaktion@wir-insuliner.de

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