Kategorie: Information

Der siebente Eversense Sensor

Mein neuer Eversense wurde mir pünktlich vor dem Urlaub eingesetzt. Der war besser als jedes Sonnenschutzmittel, ständig hat er mich aufgefordert das intensive Sonnenlicht zu verlassen. Was mir bei diesen Sensor auffiel waren die zu hohen Werte in der Sonne. Z.b. ein Wert von 315 nach 10 Minuten im Schatten waren es nur noch 135. Die Kurve war ganz schön zackig. Am Tag 28, es war heiß und sonnig meckert der Sensor über die Sonne und hohe Werte und 10 Minuten später im Schatten verkündigte er sein Ableben und forderte mich auf meinen Arzt fürs wechseln zu informieren. Ich war so sauer, dass ich am liebsten sofort zum Libre gewechselt hätte. Ich habe meine Krankenkasse informiert und gefragt ob
ich wechseln kann. Die KK wollte nichts davon wissen, weil die Versorgung mit dem Eversense noch bis in den Oktober läuft, danach dürfte ich wechseln. Ich habe mich entschlossen dann doch noch einen Eversense setzen zu lassen und wenn dieser dann  wieder vorzeitig aus fällt zu wechseln. Nun war ich aber noch im Urlaub und wenn ich zu Hause bin ist mein Dia Doc im Urlaub, neuen Sensor bekomme ich erst im September, habe 5 Wochen zu überbrücken. Für diese Zeit habe ich mir 3 Libre Sensoren besorgt.
Nr. 1 lief problemlos, Nr. 2 lebte nur 1 Nacht zeigte Werte um die 100 zu wenig und es gab keine Alarme, am nächsten Morgen gab  es nur noch Sensor Fehler. Nr. 3 sitzt und liefert gute Werte, allerdings musste ich ihn mit 3 Pflaster fixieren, das Pflaster hält einfach nicht. Libre ist auch keine echte Alternative für mich. Mal sehen wie der Eversense Sensor Nummer 8 läuft, es wird ja schon an einem Sensor gearbeitet, der 360 Tage laufen soll, 180 würden mir schon reichen. Bisher haben meine Sensoren bisher
90; 59; 180; 133; 171; 28 Tage Werte gemessen. Also insgesamt 6 Sensoren in zwei Jahren anstelle von 4 Sensoren, Gesamtlaufzeit 661 Tage, im Schnitt also 110 Tage pro Sensor.

Petra

Das kurze Leben des Evensense Sensor 6

Nachdem nun mein fünfter Eversense Sensor am 171. Tag 9 Tage vor Laufzeitende ausgefallen war, musste ich 2 Wochen bis zum neuen Sensor überbrücken. Ich habe einen Libre 2 Sensor und einen Dexcom G 6 Sensor gesetzt, die letzten 3 Tage kam dann noch der neue Eversense Sensor dazu. Im Vergleich haben alle 3 Sensoren ähnliche Daten, die mit der blutigen Messung überein stimmten, geliefert. Auch die Verläufe zeigten ähnliche Bilder. Insgesamt ist der Libre 2 für mich der Testsieger. Er hat am schnellsten auf Veränderungen reagiert. Gegen den Dexcom sprechen für mich die kurze Laufzeit (10 Tage) und der viele Verpackungsmüll. Für den Dexcom spricht die Möglichkeit, dass er bei Abweichungen kalibriert werden kann. Sowohl den Dexcom als auch den Libre 2 musste ich zusätzlich abkleben. Was beim Eversense Senor mich wirklich stört ist das unplanmäßige vorzeitige Ende der Sensoren. Natürlich ist das Setzen und wieder Entfernen jedes mal ein kleiner Eingriff, den ich mit der Praxis planen muss, das macht es kompliziert. Ansonsten liefert der Sensor gute Ergebnisse und was mich erfreut ich sollte ein halbes Jahr Ruhe haben und kann den Transmitter jederzeit ablegen z.b. beim schwimmen, brauche ihn nicht abkleben und verliere ihn auch nicht am Türrahmen.

Petra

Eversense/Libre 2

Dexcom
Accu-Chek Aviva

 

Libre 2

Dexcom

Eversense der Fünfte. Das Ende

Vor 18 Tagen habe ich die Sensor Warnung bekommen, dass er schon 150 Tage drin ist, was auch richtig war. Am Tag 168 kam die gleiche Meldung. Ob er sich verrechnet hat und länger als 180 Tage läuft, oder ist es ein Zeichen, dass er bald ausfällt. Nun ja heute am Tag 171 ist der Sensor ausgefallen, muss jetzt noch 2 Wochen blutig überstehen, bevor der Wechseltermin ansteht.

Petra

Eversense der Fünfte

Der fünfte Sensor läuft seit 155 Tagen gut und zuverlässig, nur Sonne mag er gar nicht, da spinnt er immer noch, zu hoch zu niedrig oder halt gar nicht. Probleme hatte ich zwischendurch mal mit der Haut, da war der Transmitter teilweise vom Klebepflaster gerutscht. Da ich eine Nickel-Sulfat-Allergie habe, weiß ich jetzt, aus was die Kontakte zum Laden bestehen.
Probleme bereitet mir jetzt nur die Erreichbarkeit der Praxis wegen dem anstehenden Wechsel in 25 Tagen. Die sind wegen Corona kaum erreichbar und haben nur eingeschränkte Öffnungszeiten.

Petra

Sensorstörung bei Sonne

Hautreizung durch Ladekontakte

Medtronic G3 = immer noch unzufrieden

Vor anderthalb Monaten habe ich an dieser Stelle darüber geschimpft, dass Guardian Link 3 bei mehreren Benutzern keine einmalige Verlängerung der Sensorlaufzeit zuließ, und als Ursache eine Gewinnmaximierung von Seiten des Herstellers vermutet. Da man ja gelegentlich mehrere Sensoren an einem Tag verbraucht (z.B. wenn man ein großes Blutgefäß getroffen, einen Sensor beim Sport versehentlich ein wenig herausgezogen oder einfach einen fehlerhaften Sensor erwischt hatte), war der mehrmalige Gebrauch bei den G2-Sensoren ein gutes Mittel gewesen, Sensorknappheiten insbesondere auf Reisen vorzubeugen. Dies schien nun weggefallen zu sein.

Mein Eindruck, dass ein Neustart des G3 für weitere 7 Tage gar nicht möglich ist, hat sich zwischenzeitlich aber als nicht zutreffend herausgestellt. Richtiger muss man sagen: Mal geht’s, mal fällt der Sensor nach Neustart am 1., 2. oder 3. Tag aus.

Also ist die Zuverlässigkeit der Sensoren Glücksache – egal ob man zu einer Zeit, die man z.B. für Sport oder (außerhalb der Corona-Zeit) für einen Veranstaltungsbesuch eingeplant hat, auf die Kalibrierung warten muss oder ob die (ebenfalls erneuerte) 640-Pumpe sich täglich stundenlang zur Datenerneuerung abmeldet, bevor sie am 2. Unterbrechungstag einen Sensorwechsel empfiehlt.

Und anders als früher ist es nicht nur die 2. Kalibrierung, die vorzeitig stattfindet und den normalen Arbeits- oder Schlafrhythmus unterbricht. Wenn man reist oder als junger Mensch eine Menge Verpflichtungen hat, sind zusätzliche kurze oder lange Messpausen (als Reaktion auf Störungen oder zur Kalibrierung eines vorzeitig notwendigen Sensors) ziemlich störend.

Da für den Freestylelibre2 ein kostenloser 14-Tage-Test angeboten wurde, starte ich nun mal einen Vergleichstest. Und bin gespannt, wie sich die anfangs großen Wertabweichungen zwischen Medtronic G3 und Freestylelibre2 auflösen.

Karl
karl.friederichs(at)arcor.de

 

Meine Erfahrung mit der Insulinpumpe 670G und der Automatik

Sensortechnik von Medtronic nutze ich seit der 1.Generation. Seit ich die Sensortechnik mit der Insulinpumpe gemeinsam getragen habe, sind meine Unterzuckerungen fast gegen 0 gegangen. Durch die Vorwarnmeldung und die Vorabschaltung hatte ich fast keine zu tiefen Werte mehr. Nur wenn ich zu viele Fehler gemacht hatte (BZ nicht sinnvoll und richtig gemessen), war ich manchmal zu tief – aber meistens zu hoch. Trotz Switchen von Basalrate zu Basalrate, je nach Bedarf!

Die 640G war schon eine prima Pumpe, aber die Automatik mit der 670G hat mich dennoch überrascht. Die Fehlerquellen der Kalibrierung kannte ich inzwischen, und meine Basalrate im Standard war auch ausgetestet. Das ist GANZ WICHTIG!!! Auch die KH-FAKTOREN und die Korrekturregeln müssen im Standard stimmen. In der 670G sind zwei Insulinpumpen enthalten. Die 640G ist dort drin mit der Möglichkeit mehrerer Basalraten, verzögerter und geteilter Bolus, bekannt als Pizzabolus, Abschalt- und Vorabschaltung mit CGM bei zu tiefen Werten.

Bei dem Einsatz der Automatik entfällt das. Die „2.Pumpe“ ist der Automodus, der agiert ähnlich wie eine gesunde Bauchspeicheldrüse. Die Pumpe gibt nach Bedarf, ausgehend von der erlernten Basalrate (mindestens 48 Stunden Lernphase, besser 6 Tage), auf die Sensorglucose ein und gibt mal mehr, mal weniger Insulin ab. Da es eine getrennte Funktion ist, benötigt die Automatik immer mal wieder einen extra Blutzucker. Und man muss aufpassen, dass man nicht zwischendurch korrigiert. Ein funktionierender KH-FAKTOR ist sehr wichtig bei richtiger Mahlzeiteneinnahme. Eine KH zwischendurch ohne Bolus gleicht die Automatik immer wieder aus.

Man sollte die Automatik immer in einer Standardsituation einschalten, nicht in einer Sondersituation wie zum Beispiel Krankheit, extreme Stresssituation oder dgl. Und sollte man nachts zu tief kommen (nach stressigen Tagen oder zu wenig Mahlzeiten, zu viele Korrekturen manuell), dann immer den temporären Sportzielwert für ein paar Stunden eingeben. Die Pumpe versucht auf Werte von 3,9 – 10 mmol/l oder 70 -180 mg/dl zu kommen. Dabei korrigiert sie auf 6,7 – 8,3 mmol/l oder 120 – 150 mg/dl. Es gibt die Möglichkeit des zeitweisen Sportzielwertes, wo vorsichtiger korrigiert wird. Das hat sich jedenfalls bei mir rentiert. Aber für Schwangerschaft sind die Richtlinien anders und da darf die Automatik nicht eingeschaltet werden. Doch man darf die Plasma-Kalibrierung (Werte sind 11-15% höher als früher die Vollblutmessung) nicht außer acht lassen.

Jedenfalls bin ich im Moment sehr zufrieden. Die Technik kann jedoch mal ausfallen und da darf man seinen gesunden Menschenverstand nicht ausschalten. Wer persönlich Fragen hat, kann mich jederzeit kontaktieren. Wenn jemand keine Schlauchpumpe und diese etwas aufwendige Sensortherapie haben möchte, ist das auch in Ordnung. Für mich ist der Aufwand nicht zu viel. Naja, manchmal nervt die Pumpe schon. Aber der Diabetes nervt ja generell manchmal. Der gute Blutzucker und das Wohlfühlen macht das wieder wett.

Rosi
bik-cottbus(at)gmx.de

Visuelle Betachek Teststreifen

Bis vor einigen Jahren gab es über den Insulinerverlag die Möglichkeit des Bezugs von visuellen Betachek Blutzucker Teststreifen, die mit Auflösung des Verlages entfallen ist. Der europäischer Vertreter des australischen Herstellers von Betachek Visual hat uns vor Kurzem über die Gründung der Betachek GmbH informiert, über die die Teststreifen wieder zu beziehen sind. Wir haben keinerlei rechtliche oder finanzielle Beziehungen zur Betacheck GmbH.

Die Redaktion  kontakt(at)wir-insuliner.de

Medtronic G3 = maximierte Gewinnerzielung?

Vom VW Dieselbetrug und von der Boing 737 Max wissen wir schon, wie selbstlos Konzerne westliche Werte, also die Gewinnerzielungsabsicht vorantreiben. Nach dem nach 28 Monaten nicht mehr zu vermeidenden Umstieg von Medtronic CGM G2 zu G3 fühle ich mich auch hier als Ziel der Gewinnerzielungsabsicht. Abgesehen davon, dass die 2. und 3. Kalibrierung sehr kurzfristig stattfinden (nach 6 und 12 Stunden) – was den normalen Arbeits- oder Schlafrythmus unterbricht – scheint Medtronic auch die umsatzschädliche und umweltfreundliche Mehrfachbenutzung von Kathedern auf einen Tag beschränkt zu haben. Wenn einem auf einer Radreise oder einer Auslandstour durch 2 Sensorausfälle oder einen Volltreffer in das Blutgefäß die Sensoren knapp werden, kann man nun nicht mehr durch Doppelnutzung improvisieren. Offensichtlich verlangt die Profitmaximierung, dass der Zuckerkranke sich in einem inländischen Heim aufhält und auf Nachschub wartet. Wenn sich dieser Eindruck – vereinzelt auch von anderer Seite berichtet – bestätigt, endet spätestens mit der Ablauf der Pumpe im nächsten Jahr meine 12jährige Liebe zu Minimed/Medtronic.

Karl
karl.friederichs(at)arcor.de

 

Interessante Links

Bei diversen Internetrecherchen zum Thema Pumpenmodelle, CGM usw. bin ich auf folgende interessante Internetseiten gestoßen:

  1. Staeffs (er)Leben mit Diabetes – Diabetes ist Ausdauersport
  2. Auf der Seite der Looper Community https://de.loopercommunity.org/login (Anmeldung erforderlich) gibt es einen detaillierten Überblick „Open Source und kommerzielle Closed Loop-Systeme. Es handelt sich um eine Sammlung von Folien (als PDF und pptx) zur Orientierung, was es gibt und was angekündigt bzw. in Entwicklung ist (Stand Nov. 2019).

Viel Spaß beim Stöbern!

Ulrike

ulrike(at)wir-insuliner.de