Kategorie: Leben

Interessante Links

Bei diversen Internetrecherchen zum Thema Pumpenmodelle, CGM usw. bin ich auf folgende interessante Internetseiten gestoßen:

  1. Staeffs (er)Leben mit Diabetes – Diabetes ist Ausdauersport
  2. Auf der Seite der Looper Community https://de.loopercommunity.org/login (Anmeldung erforderlich) gibt es einen detaillierten Überblick „Open Source und kommerzielle Closed Loop-Systeme. Es handelt sich um eine Sammlung von Folien (als PDF und pptx) zur Orientierung, was es gibt und was angekündigt bzw. in Entwicklung ist (Stand Nov. 2019).

Viel Spaß beim Stöbern!

Ulrike

ulrike(at)wir-insuliner.de

Eversense der Vierte oder die unendliche Geschichte

Der vierte Eversense-Sensor lief 133 Tage ohne Probleme, am Tag 120 hat er sich vorschriftsmäßig gemeldet, dass er seit 120 Tagen im Einsatz ist und ich einen Termin zum Austausch bei meinem Arzt machen soll. Aber am Tag 133, Donnerstag kurz vor Weihnachten, ging morgens nichts mehr. Er wollte sofort getauscht werden. Dummerweise kurz vor Weihnachten, Roche hat sofort einen neuen Sensor zugesagt, jetzt hieß es, einen Termin beim Doktor zu bekommen. Also anrufen, anrufen, anrufen. Dann irgendwann jemanden in der Praxis erwischt. Ich sollte Freitag noch einmal anrufen, um einen Termin zu machen, also Freitag wieder Telefonterror gestartet, dann die Praxis erreicht, wieder niemand da, der einen Termin ausmachen könnte, also Montag wieder anrufen. Am Montag dann jemanden erreicht, der einen Termin vereinbaren konnte, natürlich ging über die Feiertage nichts. Der erste mögliche Termin war dann gestern am 08.01.2020. Den habe ich dann auch genommen. Der Wechsel ging fast problemlos, der alte Sensor hat nur ein wenig Verstecken gespielt, aber der Doktor hat ihn dann nach 20 Minuten doch erwischt. Ich lass mich überraschen, wie lange Sensor Nummer 5 durchhält.

Petra

 

Kann man einen abgelaufenen FSL-Sensor noch verwenden?

Diese Frage hatte Sissi vor einigen Jahren noch zu Zeiten des Insuliners gestellt.  Sie ist damals von einem Insuliner gefragt worden. Nicht immer ist die Antwort auf die Frage, ob etwas nach Ablauf des MHD noch gebrauchsfähig ist, so einfach zu beantworten wie bei einem Joghurt, wo man nach Abziehen des Deckels sieht, ob er noch essbar oder bereits schimmelig ist. Auch ist unter Diabetikern bekannt, dass Insulin bei korrekter Lagerung im Kühlschrank noch weit nach Ablauf des MHD wirksam ist. Wie sieht es aber nun mit dem FSL-Sensor aus?

Als Sissi damals diese Frage stellte, entschloss ich mich, einen der überschüssigen Sensoren (28 pro Jahr bekommt man, in der Regel benötigt man 26) für einen Test länger liegen zu lassen und einen Erfahrungsbericht für den Insuliner zu schreiben. Da es ihn nicht mehr gibt, schreibe ich nun diesen Bericht für die neue Homepage.

Ich verwendete für diesen Test einen im April 2017 abgelaufenen FSL-Sensor sowie einen aktuellen FSL2-Sensor. Der erste gleichzeitige Test ergab folgendes Bild:

 

Es stellte sich die Frage, welcher Wert denn nun eigentlich der korrekte Wert war und welcher falsch. Beim nächsten Mal maß ich also zunächst blutig:

Das Ergebnis 16 Minuten später mit beiden Sensoren!

 

Offensichtlich stimmte der FSL2 mit der blutigen Messung überein, der FSL war offensichtlich falsch. Die weiteren Messungen mit den beiden Sensoren ergaben dann die folgenden Ergebnisse:

  Fazit des Tests ist, dass ein abgelaufener Sensor nicht mehr  verwendet werden sollte.

Frank

Wohngruppe Typ-1-Diabetiker und deren Partner


In der Zeitschrift INSULINER und in anderen Medien habe ich wiederholt ältere

Typ-1-Diabetiker und deren Partner gesucht, die in einer Wohngemeinschaft leben möchten. Jetzt ist die Entscheidung gefallen, dass wir uns als sehr kleine Gruppe der Wohn-Genossenschaft Gemeinsam ins Alter Schwalmstadt anschließen.
Ich bitte Sie daher, Ihnen bekannte Typ-1-Diabetiker auf dieses Projekt hinzuweisen.
Der Einzugstermin ist im September 2021 und ich würde mich sehr freuen, wenn noch
weitere Insuliner dabei wären. Informationen dazu finden Sie im in dem unserem Flyer und unter http://gemeinsaminsalter-schwalmstadt.de
Alle, die sich ein gemeinschaftliches Wohnen vorstellen können, bereits erfahren haben, dass der Austausch mit vertrauten Typ-1-Diabetikern im Alltag entlastend und hilfreich ist und uns kennenlernen möchten, laden wir ein

am 13. März 2020
um 17 Uhr
ins Haus für Gemeinschaftspflege, Burggasse 7, 34613 Schwalmstadt-Treysa
vom Bahnhof aus in 5 Minuten fußläufig zu erreichen.

Wir bitten um eine kurze Anmeldung.

Mit freundlichen Grüßen
Sissi Kuhn-Prinz
Vor dem Dickenhahn 25
02661 917 66 44
Mail: sissi.kp(at)outlook.de

Weitere Infos:

Flyer-Typ1-Wohngemeinschaft
Einladung Treysa 13.3.20 (pdf)
Brief Einladung Treysa
Wohn-Genossenschaft Gemeinsam ins Alter Schwalmstadt

Insulinertreffen 2019 – Arbeitsgruppe: DIY – Closed Loop

DIY – Closed Loop – Do it yourself Closed Loop

  • ca. 15 Teilnehmer – Vorstellung des DIY – Closed loop durch Susanne – hat Selbstbauapp, die mittels Sensorwerten vom Handy aus die Pumpe eigenständig steuert – einzelne Komponenten, die für einen solchen Loop notwendig sind, wurden vorgestellt
  • Selbstbauloop und die neusten Medtronicpumpenmodelle 640G und 670 G haben die Teilnehmer verglichen, die 670 G ist erst wenige Wochen in Deutschland auf dem Markt
  • Fazit: Selbstbauloop ist nur in Eigenverantwortung und Eigeninitiative möglich, zeitlicher Aufwand muss eingeplant werden, technische Voraussetzungen müssen stimmen, im Internet gibt es dazu viele Informationen

Susanne K.

Insulinertreffen 2019 – Arbeitsgruppe: Schlafapnoe

Schlafapnoe

6 Teilnehmer des Insulinertreffens 2019 haben sich über das Thema „Schlafapnoe“ ausgetauscht. Schnarchen allein, ist kein Hinweis auf eine Schlafapnoe. Weitere typische Symptome einer Schlafapnoe sind Tagesmüdigkeit, Sekundenschlaf, Konzentrationsschwäche, Leistungsminderung, depressive Verstimmungen, Depression.

Bei der Schlafapnoe kommt es zum Verschluss der Atemwege aufgrund von erschlafftem Mund- und Rachengewebe oder durch das Zurückfallen der Zunge in den Rachenraum.

Diagnostiziert wird die Schlafapnoe durch den HNO- und/oder Lungenfacharzt. Die Einstellung der Therapie erfolgt im Schlaflabor. Eine jährliche Kontrolle überprüft die Therapieparameter.

Die Schlafapnoe wird bei den Teilnehmern mittels der CPAP-Therapie oder der Unterkiefer-Protusionsschiene behandelt. Einige Teilnehmer hatten ähnliche Symptome wie bei einer Schlafapnoe in Verbindung mit einer Verschiebung des Tag-/Nachtrhythmus, ohne dass eine Schlafapnoe diagnostiziert wurde.

Bei der CPAP-Therapie wird die Raumluft durch ein Gerät Überdruck mittels einer Überdruckbeatmungsmaske auf die Atemwege gegeben, um so den Verschluss der Atemwege zu verhindern. Überdruckbeatmungsmasken gibt es als Nasen-, Nasen und Mund- oder Full-Face-Masken. Jeder muss hier seine individuelle Maskenart herausfinden. Auch die Höhe des erforderlichen Drucks muss individuell im Schlaflabor festgelegt werden.

Bei der Unterkiefer-Protrusionsschiene wird der Unterkiefer mittels zweier Schienen für  Ober- und Unterkiefer, die mit einem Steg/Gestänge verbunden sind, nach vorne verschoben und in Position gehalten. Das führt dazu, dass die Zunge nicht in den Rachenraum zurückfallen kann und somit den Rachen nicht verlegen kann.

Eine weitere Therapie kann eine Schlafapnoe-OP sein. Bei der OP wird der Rachenraum vergrößert, indem das erschlaffte Gewebe im Mund- und Rachenraum entfernt oder gestrafft wird. Manchmal ist auch anatomisch ein viel zu kleiner Mund- und Rachenraum vorhanden, der durch die OP vergrößert wird.

Alle Therapieformen haben ihre Berechtigung. Die CPAP-Therapie ist die Standardtherapie. Eine OP wird übernommen, wenn dadurch eine Maskentherapie unnötig wird. Die Unterkieferprotrusionsschiene ist noch keine Kassenleistung. Einige Krankenkassen übernehmen jedoch bereits diese Leistung freiwillig oder durch Aufnahme der Leistung in die Satzung. Bei Maskenunverträglichkeit und Maskenintoleranz wird die Therapie u.U. von den Krankenkassen übernommen, manchmal jedoch erst auf dem Klageweg.

Die Kombination von Schlafapnoe mit nächtlichem Zähneknirschen und Mundatmung führt in der Regel zu Zahnschäden. Aufgrund der Mundatmung muss bei einer Nasenpolster- oder Nasenkissenmaske oftmals ein Kinnband genutzt werden, damit der Luftdruck nicht über den Mund entweichen kann. Der Druck des Kinnbandes wiederum verstärkt die Zahnschäden, die durch das Zähneknirschen entstehen, da Ober- und Unterkiefer aufeinander gepresst werden.

Ute

ute(at)wir-insuliner.de

Insulinertreffen 2019 – Arbeitsgruppe: Insulinpumpen

Insulinpumpen

Wir waren 16 Personen mit folgenden Pumpen:

  • Spirit Combo: 8
  • Medtronic 640G: 5
  • Animas: 1
  • Dana RS: 1
  • Medtronic 511: 1

Jeder hat sich mit seinem System vorgestellt. Viele dieser Pumpenträger benutzen ihre Pumpe schon länger als vier Jahre.

Es wurden Probleme beim Einstellen der Pumpen besprochen. Falsche Einstellungen passieren doch leider öfters. Bei Sauna und Pumpe sollte kein Insulin nachträglich gegeben werden, doch bei einigen gab es damit keine Probleme. Der Sensor Freestyle Libre sollte beim Saunagang zusätzlich abgeklebt werden. Die meisten haben beim Saunagang die Pumpe abgelegt.

Das CGM-System Enlite kann wenigstens 1 mal verlängert werden. Mit dem Nachfolge CGM-System Guardian Sensor 3 gibt es noch zu wenig Erfahrungen.

Die Patch Pumpen waren auch ein Thema. Sie sind für geringen Insulinbedarf ideal. Das Piepen der ausgedienten Patch Pumpe stört jedoch. Außerdem wird hier ein komplettes System mit Elektronik entsorgt – „Hallo Greta“.

Hans

Insulinertreffen 2019 – Arbeitsgruppe: CGM-Systeme

CGM-Systeme

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verwenden (im folgenden gemeinsam als TN bezeichnet) – soweit CGM in Gebrauch ist – die Systeme Medtronic, Dexcom, Eversense und Freestyle (siehe zu FSL den Bericht vom eigenen Arbeitskreis).

Dexcom:

  • Genehmigung: Die Anforderungen an die Bewilligung waren unterschiedlich waren:  Während für die Genehmigung des G5 meist die Vorlage eines Diebetiker-Tagebuchs erforderlich war, wurde der anschließende Wechsel auf das neuere G6 in der Regel un­problematisch genehmigt.
  • Modelle: Derzeit ausgegeben wird noch der Dexcom G6.
  • Laufzeit: 10 Tage
  • Kalibrierung; In der Regel wird eine Kalibrierung nicht empfohlen; es sei denn, die Abweichung zwischen realen Werten und Sensorwerten beträgt 30% oder mehr. Ansonsten kann laut Support die Kalibrierung den Sensor durcheinanderbringen.
  • Probleme macht gelegentlich, dass der akustische untere – 55er – Alarm nur durch Tastendruck zu beenden, aber nicht komplett abschaltbar ist.

Eversense:

  • Besonderheit: Der Sensor wird operativ eingesetzt und alle 6 Monate ausgetauscht. Nur der Transmitter wird – derzeit erfahrungsgemäß ca. alle 2 Tage – aufgeladen und wieder mit Pflaster angeklebt.
  • Kalibrierung: 2x täglich erforderlich, aber sie kann auch durch Bestätigung des vom System vorgeschlagenen BZ-Wertes erfolgen.  (M.E:  Das geht ja bei der Medtronic 640G  auch durch die manuelle Eingabe eines Wertes notfalls ähnlich, ist aber i.d.R. nicht hilfreich, da bestehende Ungenauigkeiten bleiben).
  • Pflasterprobleme: nicht bekannt

Medtronic:

  • Modelle: Derzeit bei den TN vorhanden ist das Modell 640G (= Pumpe) mit Sensorsystem G2. Die Ausgabe des G2 ist aber ausgelaufen. Das neuere Modell G3 hat noch keiner der TN in Anwendung, da auch i.d.R. erst die alten G3-Sensoren des Nutzers verbraucht werden sollen. Unterschied G3 ggü. G2 ist eine andere Laufzeit (7 statt 6 Tagen) und nach Angaben des Herstellers grundsätzlich auch eine größere Genauigkeit des G3.
  • Antragsverfahren: Meist müssen Diabetiker-Tagebuch-Aufzeichnungen über 4-6 Wochen vorgelegt werden, die vereinzelt auch sehr genau geprüft werden.
  • Problem Genauigkeit:
    • Bei G2 gibt es nur sehr vereinzelt erhebliche Abweichungen zwischen Blutzuckerwerten und von der Pumpe angezeigten Werten (niedrig gegen hoch). Gewisse Abweichungen ergeben sich bei schwankenden Werten schon daraus, dass der der Gewebeflüssigkeit entnommene Wert ggü. dem BZ-Wert systembedingt ca. 15 Min. zeitverzögert ist.
    • Sehr große Abweichungen können sich dann ergeben, wenn es nach Unterzuckerung eine Gegenregulation des Körpers gibt und die Pumpe noch den Unterzuckerungs­wert anzeigt, das Messgerät aber den durch die Gegenregulation kurzzeitig hoch­geschos­senen aktuellen BZ-Wert. Oft sind die Anzeigen später wieder realistisch.
    • (Tritt dies häufiger auf, stellt sich nach meiner Ansicht  die Frage, ob der untere Ab­schaltwert der Pumpe generell oder in bestimmten Situationen wie z.B. beim Sport angehoben werden soll, um die Unterzuckerungen zu vermeiden.)
    • Bei G3 soll die Genauigkeit am ersten Tag ein großes Problem sein.
  • Problem Pflasterallergie: Probleme gibt es vereinzelt beim Klebepflaster des Sensors. Hiergegen wird empfohlen, entweder a) auf die vorherige Verwendung eines Desinfektionsmittels (nach normaler Körperreinigung) zu verzichten oder b) vor dem Setzen des Sensors das Desinfektionsmittel vollständig abtrocknen zu lassen (letzteres empfiehlt sich m.E. immer, d.h. auch beim Setzen der Nadel, um die maximale Wirkung der Desinfektion zu erzielen). M.E. kann es – z.B. bei nachhaltiger sportlicher Betätigung im Sommer – empfehlenswert sein, mit der Nagelschere im Sensorpflaster unterhalb des Sensors ein paar Luftlöcher anzubringen.

Ausblicke:

  • Bei neuen Systemen (z.B. bei der Medtronic 670G) werden erhebliche Fortschritte in Richtung LOOP erwartet, d.h. die Insulinsteuerung könnte über eine reine Abschaltfunktion bei Unterzuckerung hinausgehen.

Karl

Insulinertreffen 2019 – Arbeitsgruppe: Depression

Depression

  • Tageslichtlampe kann hilfreich sein, denn sie imitiert das Sonnenlicht.
  • Zettel z.B. an einen Spiegel hängen und positive Gedanken darauf schreiben, um das Unterbewusstsein zu beeinflussen (Präventivmaßnahme)
  • Eine Depression kann von innen (= genetisch, es fehlen Botenstoffe) oder von außen (z.B. Nachricht von einer schlimmen Erkrankung) kommen.
  • Fatigue-Syndrom = chronische Müdigkeit
  • Frühkindlicher Diabetes kann schon der Anfang einer Depression sein: Man will die Eltern nicht durch Therapiefehler enttäuschen und man muss immer stark sein. Das kostet viel Kraft; mal richtig losheulen baut Druck ab.
  • Vitamin D-Spiegel überprüfen lassen

Cordula